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Bischofskonferenz in Fulda
»Ich erwarte eine Entschuldigung«

Eklat bei der Bischofskonferenz: Kardinal Koch vergleicht den Synodalen Weg mit den »Deutschen Christen« im Dritten Reich. Die Bischöfe, die zuvor müde und ratlos wirkten, sind auf einmal wieder wach. Beobachtungen aus Fulda.
von Michael Schrom vom 30.09.2022
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»Ich erwarte eine Entschuldigung«: Bischof Georg Bätzing, hier beim Eröffnungsgottesdienst zur Herbst-Vollversammlung, wehrt sich gegen die Vorwürfe von Kurienkardinal Koch, (Foto: pa /Peter Back/Geisler-Fotopress)
»Ich erwarte eine Entschuldigung«: Bischof Georg Bätzing, hier beim Eröffnungsgottesdienst zur Herbst-Vollversammlung, wehrt sich gegen die Vorwürfe von Kurienkardinal Koch, (Foto: pa /Peter Back/Geisler-Fotopress)

Müdigkeit liegt wie Mehltau über den Gesichtern der schwarz gekleideten Männer, die zwischen Schloss und Priesterseminar hin- und herpendeln. Nach dem Schock von Frankfurt (Publik-Forum 18/2022, Seite 38) ist die Bischofskonferenz erschöpft. Zwar wird eine neue Fachgruppe zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs eingerichtet (siehe Kommentar Seite 11), doch bei anderen Themen kommt man nicht weiter. Wie auch? Alle Argumente sind ausgetauscht, Kompromisse nicht zu erzielen, weil die Positionen »kaum mehr versöhnbar« sind, wie der Passauer Bischof Stefan Oster realistisch festgestellt hat. Auch wenn »unversöhnlich« eine Formulierung ist, die normalerweise nicht zum bischöflichen Wortschatz gehört. Hinzu kommt, dass drängende Anliegen, die in Rom entschieden werden müssen, einfach nicht beantwortet werden. Das gilt für den Vorschlag, wie die Rechtskultur verbessert werden soll, ebenso wie für die Bitte, endlich über das Rücktrittsangebot von Kardinal Woelki zu entscheiden.

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