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Dschihad statt Darwin

Präsident Erdogan will in der Türkei eine »fromme Generation« heranziehen. Dafür baut er den Lehrplan um und setzt auf religiöse Stiftungen. Nicht nur säkulare Türken sind beunruhigt – auch der interreligöse Dialog hierzulande wird schwieriger
von Ulrich von Schwerin vom 13.10.2017
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Zu Beginn des neuen Schuljahres ist in der Türkei ein Kampf um die Bildung entbrannt. Viele säkulare Türken sehen mit Sorge, dass der Islam in Schulen und Universitäten immer mehr an Bedeutung gewinnt. Nachdem die Regierung trotz breiter Kritik einen neuen Lehrplan durchgedrückt hatte, schaffte Erdogan auch noch die Aufnahmeprüfung für die Sekundarschule ab. Viele Türken fürchten, dass damit mehr Schüler auf die religiösen Imam-Hatip-Schulen geleitet werden sollen, die ursprünglich zur Ausbildung von islamischen Predigern gedacht waren und deren pädagogische Qualität umstritten ist. Unter dem Motto »Für eine wissenschaftliche und säkulare Bildung« gingen deshalb in Istanbul, Ankara und Izmir zum Schuljahresbeginn besorgte Eltern, Schüler und Studenten auf die Straße.

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