Bimmeln und beten erzürnt die AfD
Weil sich die AfD bei einer Wahlkampfveranstaltung von Kirchengeläut gestört gefühlt hat, ermittelt die Staatsanwaltschaft Essen gegen den katholischen Probst Markus Pottbäcker und den evangelischen Superintendeten Heiner Montanus. Es bestehe der Verdacht, dass die Seelsorger mit dem Geläut eine nicht verbotene Versammlung der AfD am 9. April grob gestört haben könnten, heißt es. Für denselben Tag hatte die evangelische Altstadtkirche unter dem Motto »Bimmeln und beten« zu einer Protestveranstaltung gegen Hetze eingeladen. Pottbäcker sagte, dass die Glocken jeden Samstag fünf Minuten lang zum Friedensgebet rufen. Das Mittagsgeläut sei seit dem 13. Jahrhundert Brauch.
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