Kirchenasyl
Zwischen Bangen und Hoffen
Als sie Kroatien erreichte, EU-Territorium also, zwangen die Grenzpolizisten sie, ihr Mobiltelefon und einen Fingerabdruck abzugeben. Damit war klar, welches Land über ihren Asylantrag entscheiden musste. Aber die 24-jährige Syrerin Rania*, die 2023 nach Kroatien kam, schaffte es nach Deutschland zu ihrem schon 2015 geflohenen Ehemann Saif*, den sie seit ihrer Kindheit kannte. Vor ihrer Flucht hatten die beiden online islamisch geheiratet. Das geht. Was nicht ging: ein Familiennachzug nach Deutschland, auch deshalb, weil Partner Saif nur eine Duldung hatte, kein wirkliches Bleiberecht.
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Ulli Schauen ist freier Journalist. Er berichtet immer wieder über Kirchenasyl.
