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Afghanistan
Raus ohne Applaus

Nach zwanzig Jahren Intervention, sehr vielen Toten und sehr viel Geld lässt der Westen in Afghanistan ein instabiles Land zurück. Doch eine wichtige Lektion lässt sich gewinnen.
von Constantin Wißmann vom 21.07.2021
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Endes des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan: das verlassene Camp Marmal (Foto: pa/Kraatz)
Endes des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan: das verlassene Camp Marmal (Foto: pa/Kraatz)

Zwanzig Jahre westliche Besatzung in Afghanistan haben nicht viel bewirkt – aus westlicher Perspektive mag das so aussehen. Aus afghanischer Sicht ist das anders. Zumindest in Kabul und in einigen anderen Gebieten können sich die Menschen freier bewegen als unter den Taliban. Frauen müssen nicht mehr fürchten, auf offener Straße verprügelt zu werden. Und es gibt eine kritische Presse. Dass das nach dem Abzug der internationalen Truppen lange währt, damit ist nicht zu rechnen. Schon jetzt erobern die Taliban Region um Region zurück. Die fragile Regierung ist kaum in der Lage, sie aufzuhalten, trotz aller Entwicklungsmilliarden und der extrem kosten- und personalintensiven Ausbildung ihrer Sicherheitskräfte. Da stellt sich schon die Frage: Wofür haben fast 4000 westliche Soldaten, 60 000 afghanische Soldaten und Polizisten und fast doppelt so viele Zivilisten ihr Leben gelassen?

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