Pro und Contra
Führerschein für Eltern?
Ja, denn viele Eltern fühlen sich leider nicht verantwortlich
Zugegeben, das Wort »Elternführerschein« ist für viele erschreckend. Aber nach genauer Erwägung halte ich den Vorschlag für sinnvoll und habe ihn jetzt in die politische Debatte eingebracht. Damit meine ich natürlich nicht, dass zukünftige Eltern einen Elternführerschein machen müssen, um dann anschließend ein Kind zu bekommen. Nein, ich möchte vielmehr, dass wir Eltern unterstützen, die aus verschiedensten Gründen nicht in der Lage sind, ihren Kindern notwendige Grundkompetenzen wie etwa Fein- und Grobmotorik, Sprachkompetenz oder eben die gesunde Ernährung zu vermitteln. Ich fordere daher, dass die Früherkennungsunter suchungen verbindlich werden und bei Feststellung von Defiziten den Eltern Kurse – von der Säuglingspflege bis zum Sprachkurs – angeboten werden. Wichtig ist, dass auch diese Kurse verbindlich gemacht werden. Viele Eltern fühlen sich leider nicht für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich und sehen hier die Kompetenz in der Kita oder in der Schule. Ich möchte dies gern ändern und Eltern »an die Hand nehmen« und unterstützen.
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Christina Schwarzer, geboren 1976, ist CDU-Bundestags abge ordnete und Obfrau ihrer Fraktion im Familienausschuss des Bundestags. Sie ist ledig, kinderlos und wohnt in Berlin-Steglitz.
Jan-Uwe-Rogge, geboren 1947, ist promovierter Sozialwissenschaftler, Erziehungsberater und Autor zahlreicher Bücher zu Erziehungsfragen. Er lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Bargteheide in Schleswig-Holstein.
