Die Mystik und die EthikIsrael und Gaza WachstumskritikGlaube – kein SelbstzweckGebete ohne GottWahrheit und LügeMahnerinKorrektur
Ursula Baatz hält Willigis Jäger vor, er stelle Holocaust und Tsunami auf dieselbe Ebene, er habe die Fähigkeit zur Unterscheidung verloren. In seiner Entgegnung bekennt sich Jäger auf seine Weise zu ethischen Maßstäben und ethischem Handeln. Tiemo Rainer Peters scheint ihm das nicht abzunehmen. Peters argumentiert philosophisch, suggeriert dabei aber mehrfach einen gedanklichen Zusammenhang zwischen Faschismus, Holocaust und Jägers Denken. Das finde ich unfair. Das darf Peters nicht tun, egal welche philosophischen und theologischen Differenzen er mit Jäger hat. Willigis Jägers ethische Position ist klar und untadelig, das möchte ich belegen mit zwei Zitaten aus seinem Buch »Westöstliche Weisheit«. Dort schreibt er: »Ich wünsche mir eine Verantwortung für den Mitmenschen und die Welt, die nicht aus einem Auftrag, sondern aus der Erfahrung der Non-Dualität des Seins kommt. Was wir dem anderen antun, das tun wir uns selbst an.« Er beendet das Buch mit dem Satz: »Das Reich Gottes ist da, es ist ausgebreitet über diese Erde. Wir müssen uns nach innen wenden, um unsere Würde zu begreifen, aus der allein die Ethik der Liebe kommt.«
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