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Buchmesse in Abu Dhabi
Rebellion zwischen Buchdeckeln

Der Arabische Frühling ist politisch gescheitert. Die Buchmesse in Abu Dhabi zeigt: literarisch lebt er weiter. Die Menschen wollen die Freiheit, etwa über Religion offen diskutieren zu können.
von Claudia Mende vom 25.06.2023
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»Geschichten ohne Ende«: Das ist das Motto der diesjährigen Buchmesse (Foto: Mende)
»Geschichten ohne Ende«: Das ist das Motto der diesjährigen Buchmesse (Foto: Mende)

Mohamed Sadiq Jaffar sitzt an seinem Bücherstand und wartet auf Publikum. Der Verleger und Buchhändler aus dem Sudan wirkt etwas verloren inmitten des Trubels der vielen Bücherstände. Er ist stolz, es pünktlich zur Eröffnung der Buchmesse Ende Mai geschafft zu haben, denn im Sudan herrscht Krieg. Geplant war der Übergang zu einer zivilen Regierung, es kam anders. Nun toben zwei Generäle ihren Machtkampf auf Kosten der Zivilbevölkerung aus. Mohamed schlug sich nach Port Sudan durch, wo er einen Flug nach Abu Dhabi bekam. Seine Bücher hatte er stets in Koffern dabei. »Ich danke Gott für meine grauen Haare«, sagt er jetzt inmitten seiner literarischen Schätze sitzend; nur weil er älter ist, ließen ihn die Milizen passieren.

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