Rekorddürre führt zu Hungerkrise in Ostafrika
Im Osten Afrikas droht die massivste Dürreperiode seit Beginn der Satellitenaufzeichnung im Jahr 1981. Mehr als 13 Millionen Menschen in Äthiopien, Kenia und Somalia sind nach Angaben mehrerer Hilfsorganisationen bereits jetzt von akuter Ernährungsunsicherheit bedroht. Prognosen zufolge könnten mehr als 5,5 Millionen Kinder in diesem Jahr von akuter Mangelernährung betroffen sein. In der gesamten Region werden Nahrung und Wasser täglich knapper. Zusätzlich steigen die Lebensmittelpreise massiv an. Somalia ist von der Dürre besonders stark betroffen: Nach Angaben des Kinderhilfswerks Unicef sind dort aktuell mehr als 1,4 Millionen Kinder akut unterernährt. Die Hilfsorganisation brauche dringend finanzielle Unterstützung, um rechtzeitig therapeutische Fertignahrung zu beschaffen, erklärte Unicef-Repräsentantin Angela Kearney. Eine drohende Unterbrechung der Lieferkette könne ab Juni dieses Jahres zu einem Mangel an Fertignahrung führen und das Leben von mehr als 100 000 Kindern gefährden.
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