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Kirche in El Salvador
Biotope der Hoffnung

Das Bild der Maria ähnelt den Müttern, deren Kinder unschuldig verhaftet wurden, die Basisgemeinde organisiert einen großen Protestmarsch – und der Erzbischof schweigt viel zu lange. Über Kirche und Theologie in El Salvador.
von Barbara Tambour vom 29.01.2025
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Ein politisches Marienbild aus El Salvador:Maria dargestellt als arme Salvadoreña, mit dem Bild ihres Sohnes in Händen. Der Künstler gehört der Basisgemeinde an (Gemälde: @alex-serpas)
Ein politisches Marienbild aus El Salvador:Maria dargestellt als arme Salvadoreña, mit dem Bild ihres Sohnes in Händen. Der Künstler gehört der Basisgemeinde an (Gemälde: @alex-serpas)

Zwei Tage lang marschieren sie über Asphaltstraßen: Frauen, Männer, Kinder – vom Flughafen außerhalb der Hauptstadt San Salvador bis zum Sitz des Präsidenten im Zentrum. »Freiheit für die Unschuldigen!«, rufen sie, halten Fotos ihrer Söhne und Töchter in den Händen. Diese sitzen zum Teil seit zwei Jahren im Gefängnis, ohne Anklage, ohne Verfahren. Der Ausnahmezustand, den El Salvadors Präsident Nayib Bukele verhängt hat, um die Macht der bewaffneten Banden zu brechen, macht es möglich. Neben kriminellen Bandenmitgliedern wurden Tausende Unschuldige in die Gefängnisse geworfen. »Lebendig haben sie sie uns weggenommen, lebendig wollen wir sie wiederhaben!«, rufen die Protestierenden. Ganz vorne in ihrem Protestzug tragen sie ein Marienbild mit. Maria ist dargestellt wie eine arme salvadorianische Frau. In den Händen hält sie das Bild ihres Sohnes – so wie die protestierenden Mütter.

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