Die Falle der Terroristen
Schlimme Ereignisse machen sprachlos. Das Ringen um Worte nach der Ermordung von Redaktionsmitgliedern des Satireblatts Charlie Hebdo und von Polizisten nahm bereits kurz danach konkrete Form an in der Parole Je suis Charlie. Dass in europäischen Städten so viele Menschen von unterschiedlicher religiöser Ausrichtung im Gedenken an die Opfer spontan auf die Strasse gingen, war ein wichtiges Zeichen in einer Zeit, in der die Gegner eines offenen Europas – rechtsextreme Gruppierungen, Populisten jeglicher Couleur, radikale Islamisten – ein friedliches Zusammenleben von unterschiedlichen Religionen und Kulturen als naive Utopie blosszustellen versuchen.
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
