Abschied vom Credo?
Zu einer heftigen Auseinandersetzung kam es im vergangenen Jahr auf einem Abendforum des Evangelischen Forums Berlin-Brandenburg. Zur Debatte stand die Frage, ob evangelische Christen in den sonntäglichen Gottesdiensten heute überhaupt noch gemeinsam das sogenannte Apostolische Glaubensbekenntnis beten könnten. Aufgeworfen hatten diese Frage kritische Berliner Mitglieder der Evangelischen Akademikerschaft in Deutschland. Ihre Begründung: Die alten Formeln des Credos würden heute nicht mehr verstanden und das, was inhaltlich im Credo ausgesagt werde, von vielen Christen gar nicht mehr geglaubt. In der Tat: Viele Christen tun sich mit dem offiziellen Glaubensbekenntnis der Kirchen schwer. Sie haben sich ihre eigenen Deutungen zurechtgelegt oder wählen einfach aus. Soll man also besser auf das gemeinsame Bekenntnis im evangelischen Gottesdienst verzichten? Das Berliner Ehepaar Christa und Heinz Schade sagt in seinem Beitrag fürPublik-Forum: Ja! Der Religionspädagoge Fulbert Steffensky antwortet dagegen mit einem differenzierten: Nein!
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