Die Schuldenbombe
Die internationale Schuldenkrise ist ein Skandal, der zum Himmel schreit. Die Ungleichheit zwischen den Reichen und Armen in der Welt, zwischen dem reichen Norden und dem armen Süden ist schockierend. Die Reichen und der Norden der Welt bestimmten weitgehend über das Schicksal der Menschen in der armen Welt. Die Hälfte der Weltbevölkerung, fast 2,5 Milliarden, lebt in Ländern mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von höchstens 800 Mark. Mindestens 800 Millionen Menschen in diesen armen Ländern leben in absoluter Armut, unterhalb eines Standards, den man noch als menschlich bezeichnen kann. Fast eine halbe Milliarde Menschen sind chronisch unterernährt, obwohl in der Welt bei weitem mehr geerntet als verteilt wird. 15 von 100 Kindern, die in den armen Ländern geboren werden, sterben vor Erreichen des fünften Lebensjahres, und Millionen der Überlebenden sind wegen ihrer mangelhaften Lebensumstände körperlich und geistig gestört. Die Kette dieser Beispiel ließe sich geradezu endlos verlängern, dennoch wird es nicht gelingen, die entsetzlichen Ungerechtigkeiten unseres Systems der Weltwirtschaft angemessen zu schildern. Wir sollten uns darüber im Klaren sein: Die Leiden der Milliarden Menschen sind nicht das Ergebnis einer schicksalhaften Fügung, sondern das Resultat persönlicher Entscheidungen der Reichen und Mächtigen, ihrer Gehilfen und Einrichtungen.
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