Ikonen der Geschichte
Hinab zu Gott
Ich sinke und sinke. Hinab zu Gott sinken, danach sehne ich mich. Mein Leben ist oft in hektische Strudel geraten, immer wieder hat mich das Sehnen getrieben. Ich war Kaufmann, aber um in der Gnade zu wachsen, verkaufte ich mein Geschäft und wurde Seidenbandweber. In den Schriften der Teresa von Avila fand ich Tiefe und mystische Verwandtschaft. Ich war arm und einsam, lebte von Gaben und dichtete Glaubenslieder. Sie zeugen von Gottes Liebes-?werben, das so ganz und gar nichts zu tun hat mit menschlicher Macht. Gott ist die Luft, die alles füllt, das grundlose Meer, das alles durchdringt. Gott ist da, er muss nicht herbeigebetet, er darf erst recht nicht herbeigezwungen werden. Er ist gegenwärtig, wenn alles in mir schweigt, dann entfaltet er sich in mir – und ich mich in ihm.
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