Was kommt nach Multikulti?
Für die Politikwissenschaftlerin Eva Maria Hinterhuber ist die Sache ziemlich klar: »Deutschland laboriert an den Folgen jahrzehntelanger integrationspolitischer Untätigkeit.« Gerade hat sie, gefördert von der Quandt- und der Groeben-Stiftung, ein Buch geschrieben mit dem etwas sperrigen Titel: »Abrahamischer Trialog und Zivilgesellschaft«. Darin räumt sie mit dem verbreiteten Vorurteil auf, die Religionen störten den sozialen Frieden in Deutschland. Aber sie macht sich und den Lesern auch keine Illusionen: »Das sozialintegrative Potenzial« von Juden, Christen und Muslimen sei eigentlich nur an der Basis so richtig gut – je mehr die Funktionäre sich einmischten, desto unproduktiver werde es.
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