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Leserbrief
Propaganda der Ränder

vom 19.11.2024
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Zu: »Das zerrissene Land« (20/2024, Seite 12-16)

Der Beitrag »das zerrissene Land« von Markus Günther ist nicht nur gut und kenntnisreich geschrieben. Er ist das Beste, was ich zum US-Wahlkampf 2024 gelesen habe! Herzlichen Dank für die profunde Analyse und für eine Sichtweise, die neue Zugänge zu den Veränderungen innerhalb der US-amerikanischen Gesellschaft eröffnet. Ermutigend ist auch die Information, dass nun erstmals seit vielen Jahrzehnten in den USA der militärisch-industrielle Komplex von links wie von rechts energisch hinterfragt wird. Eckhart Schätzel, Bielefeld

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 22/2024 vom 22.11.2024, Seite 62
Aufgeben hilft nicht
Aufgeben hilft nicht

So zerrissen, wie Markus Günther die Amerikaner darstellt, sind sie nicht. So polarisiert ist die Bevölkerung eigentlich nicht. Es bestehen große Gemeinsamkeiten in der Mitte der Gesellschaft laut eines Berichtes des Time-Magazine. Die Polarisierung wird meist von den Rändern des politischen Spektrums propagiert und besonders von rechten Politikern forciert. Gewiss, die Lager warnen davor, dass jeweils die Gegenseite die Demokratie abschaffen wolle. Man kann aber beide nicht gleichstellen. Über Trump weiß man zum Beispiel, dass er es selbst über sich sagt und es gibt ja auf dieser Seite das »Project 2025«. Antidemokratische Anschuldigungen gegenüber der Linken sind dagegen unhaltbare reine Propaganda der rechten Extremisten. Amerikaner haben ihre Träume. Die Gescheiten wählen jedoch mit Verstand Kamala Harris. Hoffentlich hat das die Mehrheit gemacht, bis dieser Leserbrief erscheint. Alan Benson, Berlin

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