Der Häuserbäcker
von
Gaby Herzog
vom 19.11.2010
Werner Unfried kennt keine Eile. Vorsichtig drückt der Mann mit dem roten Vollbart den schokoladenbraunen Ton in den Gipsmodel. Mit einem Schälmesser trennt er überstehende Reste ab und wartet. Dann dreht er die Form um, klopft und drückt behutsam gegen die Rückseite, bis sich die Masse löst und der Abdruck einer Blume sichtbar wird. 30 Kacheln mit zarten Jugendstil-Ornamenten liegen vor ihm. Unfried wischt sich die Hände an der grauen Latzhose ab: »Die Kinder im Dorf nennen mich den Häuser-Bäcker«, lacht er.
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Datum der Erstveröffentlichung: 19.11.2010

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