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Die Anwältin der Hoffnung

Shirin Ebadi streitet im Iran für die Menschenrechte - und wurde im Ausland ignoriert. Jetzt erhält sie den Friedensnobelpreis
von Kambiz Behbahani vom 07.11.2003
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Amir Farschad Ebrahimi läuft mit großer Angst im Herzen durch die Straßen von Teheran. Sein Ziel: Das Büro der 56-jährigen Rechtanwältin Shirin Ebadi. Ihn erwartet neben Ebadi ihr Kollege Mohssen Rahami und ein Kameramann. Amir packt aus. Ermuntert dazu hat ihn keine andere als die Rechtsanwältin selbst. Im Büro wird eine dreistündige Videokassette angefertigt. Darin beschreibt Amir Farschad Ebrahimi, ein Führer der islamischen Schlägertrupps der Ansar-e Hizbollah (»Freunde des Parteigottes«), die Mafia-Strukturen des fundamentalistischen Flügels des Machtapparates. Ihre Verwicklung in die Machenschaften der Gewalttäter. Und er nennt auch einflussreiche Persönlichkeiten des islamischen Regimes. Die Aussagen dieser Videokassette verdeutlichen die enge Zusammenarbeit der islamischen Schlägertrupps der Ansar-e Hizbollah mit dem Geheimdienst, der Justiz, dem Wächterrat und den staatlichen Medien. Ebrahimi beschreibt bis ins Detail die Vorbereitungen und die Durchführung eines provokativen und gewaltsamen Überfalls auf Studenten der Teheraner Universität. Mit diesem Video zeigt er gleichzeitig Reue.

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