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Wegsehen ist keine Lösung Flucht in Zahlen

Die Toten im Mittelmeer zeigen: Noch immer schützt sich Europa lieber vor den Flüchtlingen, anstatt sie zu schützen
von Ulrike Schnellbach vom 25.10.2013
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Als hätte er es geahnt: Seine erste Reise im Juli dieses Jahres führte Papst Franziskus in die Flüchtlingslager von Lampedusa. Sein Anliegen: mehr Solidarität mit den Ärmsten dieser Welt, mehr Verantwortungsgefühl, mehr Gerechtigkeit. Findet er nun endlich Gehör? Angesichts der jüngsten Schiffsunglücke mit Hunderten Toten vor der italienischen Insel hat die Diskussion um die europäische Flüchtlingspolitik Fahrt aufgenommen. »Das Wegsehen hat ein Ende«, konstatiert Karl Kopp von der Hilfsorganisation Pro Asyl, die seit Jahren das massenhafte Sterben an den EU-Außengrenzen anprangert. Dieser Tage ist Kopp ein gefragter Interviewpartner und stellt fest: »Nirgendwo sonst in Europa wird so qualifiziert und kritisch über dieses Thema diskutiert wie in den deutschen Medien.« Erzbischof Robert Zollitsch spricht von einem »Weckruf« für die Politik. Auch der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), fordert einen Kurswechsel: »Europa muss endlich anerkennen, dass es ein Einwanderungskontinent ist. Deshalb brauchen wir ein legales Einwanderungssystem.«

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