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Der Inder und die Deutschen

von Gerhard Klas vom 21.10.2005
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Er hat wirklich viel Erfahrung in Sachen Entwicklungspolitik. Und er arbeitet auch seit vielen Jahren mit deutschen Entwicklungsorganisationen zusammen: Periyapatna Satheesh, langjähriger Leiter der Deccan Development Society und renomierter Entwicklungsexperte: Speziell in den vergangenen Jahren hat er erfahren, welch unterschiedliche Schwerpunkte gerade deutsche Entwicklungsorganisationen in Indien setzen. Zum Beispiel der Evangelische Entwicklungsdienst: »Sie haben als nette, humanitäre Organisation angefangen. Sie wollten gute Samariter sein, die den Armen helfen und ihnen Geld geben. Während der Jahre aber haben sie ihren Horizont erweitert und verstanden, dass Armut und Hunger nicht nur eine Frage der Mildtätigkeit, sondern äußerst politische Angelegenheiten sind. Solange man nicht die lokalen und globalen politischen Aspekte mitberücksichtigt, werden Hunger und Armut nie aus der Welt geschafft. Der Evangelische Entwicklungsdienst startet heute viele Initiativen, die ganz klar zum Vorteil der Armen in unserem Land sind. Auf der Welthandelskonferenz in Cancun haben sie ein Papier über Ernährungssouveränität und traditionelles Wissen präsentiert. Darin argumentieren sie gegen ständige Nahrungsmittelhilfe und für das Recht der Menschen, ihre eigenen Lebensmittel zu produzieren. Dabei sparten sie auch nicht mit Kritik an neuen Technologien wie der grünen Gentechnik. So etwas passiert nicht oft.«

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