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Saufen bis zum Umfallen

Immer mehr junge Menschen suchen sich ihren Rausch zum Schnäppchenpreis in einer maßlosen Gesellschaft, die ihre Bedürfnisse nur noch in XXL-Formaten befriedigt. Endstation ist die Dietrich Bonhoeffer Klinik in Ahlhorn. Manche Patienten sind noch nicht einmal 15 Jahre alt
von Doris Weber vom 25.09.2009
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Bei Klemens hat es mit 13 Jahren angefangen. Im Fußballverein. Da haben sie am Samstagnachmittag ihre Siege gefeiert, zuerst mit Bier. Das gefiel Klemens. Mit den Jungs in der Gemeinschaft trinken und lachen. Prost! Die Erwachsenen haben zugeschaut. Wenn der Stiefel rundging, dann zwinkerten sie den Fußballern zu: Kerle wie ihr! Irgendwann, da war Klemens 15, stand die Springer-Flasche nach dem Sieg als Belohnung auf dem Tisch. Springer Urvater, ein hochprozentiger Branntwein. Das war so um 17 Uhr nach Spielende. Und dann ging es weiter. Bis in die Nacht. »Mit fünf, sechs Leuten haben wir drei, vier Flaschen Wodka getrunken, zum Vorglühen, damit wir in der Disko nicht so viel bezahlen müssen«, erinnert sich Klemens.

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