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Leserbrief
Aggressionspotenzial

vom 09.09.2022
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Zu: »Ein sehr deutscher Sommer« (15/22, Seite 11)

Der Antisemitismus ist verbreiteter als wir wahrhaben wollen. Es kommt dazu, dass die Weltsituation dazu benutzt wird, ihn zu verstärken. Es reicht nur ein Funke, um das Aggressionspotenzial freizusetzen. Deshalb ist es wichtig, dass viele Gemeinden und Gruppen den Kirchen ihre Verantwortung vor Augen führen. Es liegt in der Verantwortung der Kirchen, Kontakte zu jüdischen Gemeinden aufzubauen. Auch kulturelle Kontakte wirken unterstützend. Der Schutz der jüdischen Menschen ist dringend und sollte ein ständiger Teil der Kirchenarbeit sein. Beate Spengler-Kohlhammer, Murrhardt

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 17/2022 vom 09.09.2022, Seite 58
Die überforderte Gesellschaft
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Corona, Klima, Krieg – vom Leben in der Dauerkrise

Herr Wißmann, einer der wenigen, die außer Hannah Arendt den Zusammenhang von Romantik und Personenfeindlichkeit/Antisemitismus/Rassismus bemerken. Noch bis vor Kurzem – eventuell noch heute – wurde das Machwerk »Judenbuche« von Annette von Droste-Hülshoff im Deutschunterricht als große psychologische Literatur präsentiert. Eine mystifizierende Darstellung des Mordes an einem Juden. Hülshoffs Onkel hatte das Begräbnis des »armen Juden« noch als Begräbnis bezeichnet. Die Romantikerin machte daraus eine mystifizierende Szene unter seltsamen Gestalten in dunklem deutschem Forst. Klaus Wachowski, Karlsruhe

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