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Theologie
Neuschöpfung der Welt

Das Reich Gottes, hier und heute, wie soll das aussehen? Von den frühen Christengemeinden lasse sich darüber viel lernen, so der Theologe Joachim Negel – und doch überschreite diese Utopie unsere Möglichkeiten.
vom 01.09.2023
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(Fotoillustration: RomoloTavani)
(Fotoillustration: RomoloTavani)

»Ich werde mich bis in den Tod hinein weigern, dem Tod das letzte Wort zuzuerkennen« – dieser paradoxe Satz von Elias Canetti könnte das Motto der frühen Christengemeinden gewesen sein. Deren Art, aus dem Glauben an die Auferweckung Christi zu leben, war ein radikaler Protest gegen das einzig sichere Wissen dieses Lebens: sich in einer endlichen Welt zuletzt immer nur den Tod holen zu können. Da hebt das Problem an: Wenn es nur dieses Leben gibt und dieses Leben »die letzte Gelegenheit« ist (Marianne Gronemeyer), ist die Versuchung groß, es auszupressen bis ins Letzte. Unser Verbrauch der Welt zeugt davon: noch mehr, noch bunter, noch geiler – (1. Korintherbrief 15,32b).

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Schlagwörter: Reich Gottes Utopie
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