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Essay
Einer für alle

Der Individualismus hat einen schlechten Ruf. Die grassierende Selbstvermarktung hat dazu beigetragen. Dabei kann der Eigensinn allen helfen. Wenn er sich auf seine Wurzeln besinnt.
von Martin Hecht vom 17.08.2023
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Wir sollten Individualismus als Garant für einen neuen Bürgersinn sehen, der aus freiem Entschluss heraus ans Gemeinwohl denkt. (Illustration: istock by Getty / Jorm Sangsorn)
Wir sollten Individualismus als Garant für einen neuen Bürgersinn sehen, der aus freiem Entschluss heraus ans Gemeinwohl denkt. (Illustration: istock by Getty / Jorm Sangsorn)

Für den modernen Menschen scheint es heute nicht viel Wichtigeres zu geben, als sein eigenes Selbst zu finden, es zu verwirklichen und auszudrücken, zu behaupten und zu optimieren. Dieses Selbst aber befreit und entfaltet sich nicht einfach glücksvoll. Es macht sich immer stärker bemerkbar, will sich mitteilen und wahrgenommen sein. Der Drang nach Aufmerksamkeit äußert sich in einem nie da gewesenen Zurschaustellen persönlicher Eigenart im öffentlichen Raum. Es geht um die Performance des eigenen Lebensstils, um die Kultivierung von Alleinstellungsmerkmalen, präsentiert in den sozialen Medien, wo Aufmerksamkeit und Resonanz sich messen lassen in Klicks, Likes und neuen Followern.

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Schlagwörter: Freiheit Solidarität
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