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Innenpolitik
Stänkern und streichen

Die Union stellt die angekündigte Bafög-Reform infrage. Damit gefährdet sie die Chancengleichheit für junge Menschen. Ein Kommentar.
von Ulrike Scheffer vom 09.06.2026
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Hörsaal oder jobben? Unionspolitiker stellen die zugesagte Bafög-Reform infrage. Studierende seien ohnehin schon privilegiert und könnten neben der Uni arbeiten, sagen sie. (Foto: pa/dpa/Jan Woitas)
Hörsaal oder jobben? Unionspolitiker stellen die zugesagte Bafög-Reform infrage. Studierende seien ohnehin schon privilegiert und könnten neben der Uni arbeiten, sagen sie. (Foto: pa/dpa/Jan Woitas)

Nun also Studierende. Geradezu zwanghaft arbeiten sich Politikerinnen und Politiker der Union an Menschen ab, die nicht zu den Gutverdienern im Land gehören, die sich horrende Mieten und immer höhere Preise kaum noch leisten können. Bürgergeldempfänger, arme Rentner und nun Bafög-Empfänger werden pauschal als faul hingestellt und aufgerufen, doch arbeiten zu gehen, wenn ihr Einkommen zum Leben nicht ausreicht. Dabei tut die Regierung viel zu wenig, um zu verhindern, dass die Schere zwischen denen, die aus dem Vollen schöpfen können, und jenen, die unverschuldet finanziell in Bedrängnis geraten, immer weiter aufgeht: Statt Sozialsysteme auf eine gerechtere Basis zu stellen, indem mehr Gutverdiener einzahlen müssen, und Vermögenden mehr Steuern abzuverlangen, wird bei den Sozialleistungen gespart und gegen die Bezieher gestänkert.

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Schlagwörter: Bundesregierung Union
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