Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2020
Der Sinnlosigkeit widerstehen
Ostern in der Corona-Krise
Der Inhalt:

Camus: Die Revolte des Sisyphos

von MS vom 10.04.2020
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang sofort plus 2 Hefte gratis nach Hause
  • 4 Wochen kostenlos alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de lesen
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • die nächsten 2 Ausgaben gratis in Ihrem Briefkasten
Digital-Zugang
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Albert Camus, geboren 1913 in Modovi/Algerien, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und kam über Umwege zur Schriftstellerei. Meisterlich verstand er es, Einzelschicksale ins Symbolische zu überhöhen und die damit verbundenen philosophischen Fragen zu erörtern. Immer wieder kreist er dabei um die Frage, ob das Leben sinnlos ist und ob sich die Mühe, es zu leben, lohnt. Den zentralen Begriff seiner Philosophie – das Absurde – verdankt er SØren Kierkegaard, den er außerordentlich schätzt, auch wenn er dessen Schlussfolgerungen und den Überstieg in eine christliche Hoffnung ablehnt. In seinem berühmten Roman »Die Pest« setzt er Kierkegaard in dem Jesuitenpater Paneloux sogar ein literarisches Denkmal. Aber wie der atheistische und aufopferungsvoll handelnde Pestarzt Dr. Rieux will Camus auf der Ebene des Diesseitigen verharren. Alles, was darüber hinausgeht, erscheint ihm als unzulässige religiöse Flucht und billige Jenseitsvertröstung. Die menschengemäße Antwort auf die Absurdität des Daseins ist für Camus die leidenschaftliche Revolte. Der Mensch ist zwar ein zum Tode verurteilter Sisyphos, aber sein Stolz verbietet ihm Fatalismus oder gar Selbstmord. »Der absurde Mensch kann nur alles ausschöpfen und sich selber erschöpfen. Das Absurde ist seine äußerste Anspannung, an der er beständig mit einer unerhörten Anstrengung festhält, denn er weiß: In diesem Bewusstsein und in dieser Auflehnung bezeugt er Tag für Tag seine einzige Wahrheit.«

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.