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Malen – von der Finsternis ins Licht

In der orthodoxen Kirche sind Ikonen ein Sakrament und fester Bestandteil der Liturgie. Doch auch im Westen fühlen sich immer mehr Menschen von den heiligen Bildern angezogen – und greifen selbst nach dem Pinsel
von Melanie Gärtner vom 11.04.2014
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Auf dem Tisch liegt der Erzengel Gabriel. Mit ernstem, aber mildem Blick schaut der geflügelte Bote aus seinem Bild hervor. Die Gestalt ist umgeben von warmem Licht, einer goldenen Aura. Abraham Selig nimmt die Ikone vorsichtig auf seine Hand, streicht kurz darüber und sagt: »Ich persönlich bin nicht der Typ, der sich hinsetzt und mit vielen Worten betet. Aber wenn ich eine Ikone male, habe ich das Gefühl, vor Gott zu sein.«

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