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Gegen die Scham

vom 24.03.2023
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»Jetzt rede ich, ich zeige mich, weil ich mich nicht mehr schäme. Die Scham, die mich so stark belastete.« So steht es auf einem Text neben dem eindrücklichen Schwarz-Weiß-Porträt eines 41-jährigen Mannes aus Frankreich mit Namen Arnaud. Er hat sexualisierte Gewalt durch Kleriker und in der Familie erlitten. Jetzt ist er Teil der Fotoausstellung »Shame – European Stories«, in der knapp 100 Missbrauchsbetroffene porträtiert werden. In einem Text erzählen sie von dem, was ihnen angetan wurde, und bringen auf den Punkt, was sie sich deswegen wünschen. »Ich möchte, dass traumatische Amnesien anerkannt werden. Und ich möchte, dass diejenigen, die diese Verbrechen nicht angezeigt haben, zur Rechenschaft gezogen werden«, sagt Arnaud. »Ich will eine gerechtere Gesellschaft.«

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