Schulbücher voller Vorurteile
Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund werden in Schulbüchern mit Problemen assoziiert. Und das Thema Einwanderung gilt als »konfliktträchtig und krisenhaft«. Das ist das Ergebnis einer Studie des Braunschweiger Georg Eckert Instituts. Die Autoren haben untersucht, wie deutsche Schulbücher die Themen Migration und Integration behandeln. Alarmierend: Die Bücher bedienen noch immer alte Stereotype, Begriffe wie Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund gehen wild durcheinander, und in der bildlichen Darstellung sind Einwanderer oft nur »Dönermänner mit Schnauzbart«. In einem Sozialkundebuch aus Bayern heißt es: »Die weitere Zunahme der unkontrollierten Einwanderung macht vielen Deutschen Angst. Besorgt blicken sie nach Osten.« Die Autoren der Studie appellieren an Schulbuchverlage, verstärkt Autoren mit Migrationshintergrund einzubeziehen.
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