Staatsleistungen an die Kirchen so hoch wie noch nie
Die beiden großen Kirchen bekommen nach einer Meldung der Humanistischen Union im Jahr 2023 über 600 Millionen Euro Staatsleistungen von den Bundesländern – so viel wie noch nie. Dies ergebe sich aus den Haushaltsplänen aller Landesregierungen. Davon entfallen mehr als 350 Millionen auf die evangelische und knapp 250 Millionen Euro auf die katholische Kirche. In den neuen Bundesländern gibt es die höchsten Zahlungen pro Kirchenmitglied. Anne Gidion, Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland bei der Bundesrepublik Deutschland erklärte, dass der Anteil der Staatsleistungen am Haushalt einzelner Landeskirchen teils 20 Prozent betrage. Derzeit befinden sich die Kirchen und Bundesländer in Gesprächen mit der Bundesregierung über eine Ablösung der Staatsleistungen, wie sie das Grundgesetz vorsieht. Diskutiert wird eine Einmalzahlung, die die jährlichen Zahlungen ablöst. Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist skeptisch: Wenn die Bundesländer die Ablösung nicht bezahlen könnten, werde sie nicht zustande kommen.
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