»Ich habe Wut im Bauch«
Am Morgen nach dem Erdbeben klingelte permanent das Telefon: Freunde und Verwandte fragten nach Lebenszeichen von anderen Haitianern, denn das Telefonnetz in der Erdbebenregion war vollständig zusammengebrochen. Es war ein Schock für mich, die Bilder von der Verwüstung im Fernsehen zu sehen. Ich hatte den dringenden Wunsch, mir selber ein Bild zu machen und zu helfen. In all der Trauer war es für mich ein Glück, als ich erfuhr, dass einem Operationsteam, das nach Haiti fliegen wollte, ein Anästhesist fehlte. Drei Tage später saß ich für die Organisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe als Mitglied eines fünfköpfigen Ärzteteams im Flugzeug.
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