Zuhören
»Ich bekomme das pralle Leben mit«
»Mir geht es nicht gut«, »Ich bin verzweifelt«, »Haben Sie Zeit für mich?«: So oder ähnlich lautet oft der erste Satz, den mir Menschen sagen, wenn sie bei der ökumenischen Telefonseelsorge anrufen und ich am Apparat bin. Die Anrufenden sind zwischen 20 und 80 Jahre alt. Meistens ist es ein aktueller Anlass, weswegen sie anrufen, Probleme in der Beziehung oder am Arbeitsplatz, Einsamkeit. Oft gibt es eine Vorgeschichte, vielfach reicht sie bis in die Kindheit zurück. Manchmal geht es dabei auch um Gewalt oder Missbrauch. Die Gespräche sind anonym und vertraulich.
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Elisabeth Siekermann, geboren 1952, ist Sozialpädagogin im Ruhestand und lebt an der Bergstraße. Sie arbeitet für die ökumenische Telefonseelsorge Rhein-Neckar in Mannheim.

