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Zu Grunde gehen

Der große Mystiker lebte aus der Spannung zwischen persönlichem Gott und gottloser Gottheit. Das kennen auch fernöstliche Religionen
von Peter Rosien vom 15.01.2010
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Mystik ist »Erkenntnis Gottes aus Erfahrung«, cognitio dei experimentalis, wie die mittelalterliche Formel lautet. Dabei geht es oft schlicht um die Erfahrung Gottes als »unmittelbar gegenwärtig«, was eine weithin anerkannte Definition von Mystik ist. Und so möchte ich die folgenden Überlegungen in persönlicher Grundierung entfalten, denn die Erfahrung Gottes als »unmittelbar gegenwärtig« ist mir durchaus vertraut. Eröffnet hat sie mir Meister Eckhart, dessen 750. Geburtstag sich in diesem Jahr jährt und dessen Übereinstimmungen mit Lehren in fernöstlichen Religionen mich gerade herausfordern. Die Predigten dieses Dominikanergelehrten aus Erfurt haben mir einst die existenzielle Unmittelbarkeit zu Gott erschlossen, in der ich immer wieder Resonanz erfahre.

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