Hartz IV: Sozialverbände fordern Umkehr
Fünf Jahre nach Inkrafttreten von Hartz IV fordern Sozial- und Wohlfahrtsverbände von der Bundesregierung einen sozialpolitischen Neuanfang. Nach fünf Jahren Deregulierung auf dem Arbeitsmarkt und Hartz IV stehe das Land vor der größten sozialen Zerreißprobe der vergangenen sechzig Jahre, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider. Die Kinderarmut in Deutschland sei dramatisch angestiegen, und die Zahl der Hartz-IV-Bezieher sei seit 2005 kaum reduziert worden. Der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks, Thomas Krüger, erklärte, Hartz IV biete Kindern keinen Rahmen für ein »faires Erwachsenwerden«. Beide Verbände fordern von der Bundesregierung eine Anti-Armuts-Agenda mit einem armutspolitischen Gesamtprogramm und einem nationalen Fahrplan eigens zur Bekämpfung der Kinderarmut.
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