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Mit voller Kraft in die falsche Richtung?

Die EU will eine starke Militärmacht werden - doch die Staaten in Europa müssen endlich die zivile Konfliktbearbeitung anpacken.
von Andreas Zumach vom 14.01.2000
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Für Deutschland und die anderen Nato-Staaten beginnt das Jahr 2000 mit einer schweren Hypothek. Der Luftkrieg der Allianz gegen Jugoslawien - das einschneidendste Ereignis in Europa - wird von den Regierungen, Parlamenten und Parteien in Berlin und den anderen Hauptstädten seit sieben Monaten beharrlich verdrängt. Weite Teile der Medien beteiligen sich daran und gehen den zahlreichen eklatanten Widersprüchen, die offen zu Tage liegen, nicht mehr nach: zwischen dem sachlichen »Kriegstagebuch« von Verteidigungsminister Rudolf Scharping und seinen dämonisierenden Aussagen während des Krieges zum Beispiel. Ähnliches gilt für die Kirchen und andere gesellschaftliche Institutionen, deren führende Vertreter sich während des Luftkrieges weitgehend zustimmend zu der »humanitären Intervention« geäußert hatten.

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