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Der Vorstand stellt sich vor

Die Mitglieder des Vorstands der Leserinitiative Publik e. V. wurden bei den Mitgliederversammlungen am 14. Mai 2011 bzw. am 9. September 2012 gewählt. Sie leiten den Verein und werden dabei vom Referenten der LIP unterstützt.

Vorsitzende: Agnes Frei

Auf die Frage, was mir Publik-Forum bedeutet, lässt sich die Antwort in folgende drei Bereiche aufteilen:

Publik-Forum ist für mich eine Möglichkeit, mich mit christlichen Themen, Wissen und Informationen auseinander zu setzen und mich zugleich als Christ zugehörig zu fühlen. Dies erlebe ich vor allem bei unseren Lesertreffen in Ravensburg.

Publik-Forum ist für mich geistige Nahrung. 14-täglich werde ich informiert über Themen, die die Grenzen meiner Tageszeitung sprengen und mich daran erinnern, was bewegt und bewegt sein will. Hilfreich und unverzichtbar war dies für mich besonders als Gemeinderätin.

Publik-Forum ist für mich die Freude an der Machbarkeit. Der Machbarkeit in unserer modernen Medienlandschaft unabhängig, kritisch, christlich zu sein, ohne sich von der »Macht« verführen zu lassen.

Ich, Agnes Frei, geboren 1962, aufgewachsen mit neun Geschwistern im katholisch, konservativen Oberschwaben engagierte mich schon früh beim BDKJ als Jugendleiterin in unserer Kirchengemeinde. Später als Gründerin der Mutter-Kind-Gruppe, Elternbeirätin in Kindergarten und Schule, sowie 10 Jahre als Gemeinderätin.

Beruflich schlug ich treu nach meinen Wurzeln zuerst den Weg der Hauswirtschaft ein, wurde Hauswirtschaftsmeisterin und studierte an der FH Sigmaringen Haushalts- und Ernährungstechnik. Nach meiner Heirat 1987 und der Geburt meiner beiden Töchter 1988 und 1991 begann ich meine Flügel zu gestalten. Es folgten Ausbildungen zur Rhetoriktrainerin bei der Stefanus-Gemeinschaft, Theaterspielleiterin, Coach und psychologischer Beraterin. Seit 1995 arbeite ich selbstständig als Kommunikationstrainerin und Coach im sozialen Bereich.

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Das neue Publik-Forum Dossier: Landraub

Land ist in den vergangenen Jahren zu einer begehrten Ressource geworden. Wenn Großinvestoren ihr Land aufkaufen, muss die lokale Bevölkerung oft weichen. / mehr

Publik-Forum lernte ich vor ca. 18 Jahren kennen und schätzen. Nachhaltig und verantwortlich, mehr verbindend als trennend zu agieren, darin sehe ich meine Aufgabe im Vorstand der LIP.

Dr. Magdalene Bußmann

Ich wurde 1946 als zweites von sieben Kindern einer katholischen Bauernfamilie im Münsterland geboren. Ich studierte Theologie, Geschichte und Soziologie zu Hoch-Zeiten der StudentInnenbewegung, und insbesondere die von J. B. Metz artikulierte »Neue Politische Theologie« prägte meinen eher in Zickzacklinien verlaufenen Weg als Theologin.

Ich arbeitete als Kirchengeschichtlerin an verschiedenen Hochschulen, hatte aber zunehmend Probleme, eine kirchliche Lehrerlaubnis zu bekommen bzw. zu behalten. Offensichtlich war ich den Kirchenoberen auf Grund meines Engagements in kirchenreformerischen Gruppen, wie der »Initiative Kirche von unten«, dem Bensberger Kreis und der KirchenVolksBewegung »Wir sind Kirche«, sowie meines Einsatzes für feministische Themen auch in Theologie und Kirche nicht akzeptabel. Ich arbeitete daher in einer Psychiatrie (ohne entsprechende Ausbildung für alle Betroffenen natürlich eine Tortur), in einem Verlag, auf einer ABM-Stelle an der Universität Essen.

Ich bin seit 1996 im Vorstand der Leserinitiative, von 2002 bis 2005 habe ich als Referentin für die LIP gearbeitet. Für mich ist es wichtig, dass Publik-Forum Menschen Perspektiven und Visionen einer menschenfreundlichen Kirche und Theologie, einer gerechten und solidarischen Gesellschaft, einer friedlichen und humanen Welt aufzeigen kann. Die LIP versucht nach Kräften, dieses »Programm« zu unterstützen und zu stärken. Seit 1996 bin ich verheiratet.

Lutz Lemhöfer

»Es gibt doch einen fröhlichen Katholizismus«, schrieb der freundliche Atheist Kurt Tucholsky 1930 einer Brieffreundin, »einen lebensbejahenden, einen rheinischen«. Daran halte ich mich als bekennender Rheinländer auch in Zeiten zunehmend verbitterter innerkirchlicher Grabenkämpfe und eines traditionalistisch eifernden Feuilleton-Katholizismus.

Denn ich bin 1948 in Siegburg bei Bonn geboren und dann in Koblenz aufgewachsen, aktiv als Messdiener und im jugendbewegten damaligen Bund Neudeutschland (heute Katholische Studierende Jugend). Es war ein biederer Katholizismus, in dem man, wie Heinrich Böll spitz bemerkte, eher ein Mariendogma in Frage stellen konnte als die Politik der CDU. Der frische Wind des Zweiten Vatikanischen Konzils machte mir Mut, ab 1968 in Trier und Tübingen Theologie zu studieren. Später kam in Frankfurt noch Soziologie und Politikwissenschaft dazu und mit der Studenten- und später Friedensbewegung eine zweite große Erweiterung des Horizonts. Auf einmal schien es möglich, Glaube, Aufklärung und linksliberale Politik zusammen zu denken – eine unerlässliche Voraussetzung auch für meine erste berufliche Station als Referent für Gesellschaftswissenschaften in der Katholischen Hochschulgemeinde Frankfurt (1977-1991) und für journalistische Tätigkeit »nebenbei« für Hörfunk und Zeitschriften (auch Publik-Forum).