Olivia Maurel
Olivia Maurel, Aktivistin gegen Leihmutterschaft, hat die Stadt Köln gemeinsam mit dem Verein Frauenheldinnen dazu aufgefordert, gegen Werbung für Leihmutterschaft auf der Kinderwunschmesse »Wish for a Baby« vorzugehen. Die Stadt kündigte daraufhin Kontrollen auf der für den 17. und 18. Oktober geplanten Messe an. Dem Veranstalter droht ein Zwangsgeld, sollte dort für Leihmutterschaft geworben oder eine Leihmutterschaft vermittelt werden.
Maurel wurde selbst von einer Leihmutter geboren und setzt sich heute für eine weltweite Abschaffung der Leihmutterschaft ein. Ein Verbot in Deutschland bedeute wenig, solange Unternehmen auf deutschen Messen dafür werben könnten, im Ausland das zu tun, was das deutsche Recht im Inland verhindern solle, kritisierte sie. »Ich weiß, was sich hinter den lächelnden Babys, den Hochglanzbroschüren und den Versprechungen einer Traumfamilie verbirgt: Eine Frau wird vertraglich verpflichtet, ein Kind auszutragen und abzugeben, und ein Kind wird zum Gegenstand einer Vereinbarung, die getroffen wird, bevor es überhaupt existiert.«
In Deutschland sind Leihmutterschaft und deren Vermittlung verboten. Wunscheltern weichen deshalb häufig in Länder aus, in denen die Praxis legal ist. Auf der Kölner Messe sind nach Angaben der katholischen Nachrichtenagenur KNA auch darauf spezialisierte Agenturen vertreten.
