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Generation Dümpel

Endlich: Die Jugend protestiert. Doch Demonstranten und Sympathisanten vermeiden grundlegende Gesellschaftskritik
von Ansgar Martins vom 08.09.2011
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Die Welt staunt. Der »arabische Frühling«, Bildungsproteste in Chile und politisch demonstrierende Massen in Madrid scheinen zu zeigen, dass doch noch irgendwo ein kritisches Bewusstsein herrscht. Und dann noch so ein fotogenes! Aufnahmewillige Zeitgenossen glaubten sich an der Schwelle historischer Ereignisse: Vom »Aufstand der Jungen« schrieb etwa Die Zeit und rief »die größte Revolte seit 1968« aus. Der Schriftsteller Stéphane Hessel träumt sich gar »neue Eliten« herbei, die »das Positive in der Psyche« repräsentieren. Weit weniger malerisch sind die realen Umstände der Demonstrationen: Arabische Widerständler müssen schon um elementare Grundrechte kämpfen; englische Randalierer glauben sich auf einem berechtigten Rachefeldzug; Angehörige der israelischen Mittelschicht demonstrieren für geringere Mieten und billigeren Hüttenkäse. Was vereint diese Demonstranten? Was an ihnen ist »jung« oder »jugendlich« – und was um Himmels willen zukunftsweisend?

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