Zur mobilen Webseite zurückkehren

»Angst vor der Aufklärung«

In seinem Buch »Die Bibelfälscher« rechnet der Neutestamentler Klaus Berger mit der historisch- kritischen Bibelauslegung ab. Doch ohne kritische Vernunft überlebt der Glaube nicht
von Joachim Kügler vom 31.05.2013
Artikel vorlesen lassen

Einen »Aufschrei« nennt der katholische Neutestamentler Klaus Berger sein neues Buch »Die Bibelfälscher – Wie wir um die Wahrheit betrogen werden«. Es ist eine gnadenlose Abrechnung mit der historisch-kritischen Bibelauslegung, wie sie von der großen Mehrheit der katholischen und evangelischen Exegeten betrieben wird. Diese Forschung, so Bergers Anklage, zersetze den Glauben, verfälsche die biblische Wahrheit und ersetze Theologie durch Anthropologie. Mit ihrem Geschäft einer Entmythologisierung der biblischen Erzählungen betreibe sie letztlich das Geschäft der Atheisten. Berger beharrt darauf, dass die Bibel vielfach historische Tatsachen schildere – angefangen von der Jungfrauengeburt über die Wunder Jesu bis zur Auferstehung samt leerem Grab. – Der Bamberger Neutestamentler Joachim Kügler hält die Kritik Bergers dagegen für substanzlos und vormodern. In seinem Beitrag für Publik-Forum argumentiert er, dass es vor allem auch um die Frage gehe, welche Rolle die Vernunft beim Glauben spielen kann und darf. Es gehe in der Auseinandersetzung im Kern um die Zukunftsfähigkeit des Christentums.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0