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kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
05.09.2017
Russland und die Krim
FDP-Chef Christian Lindner hat die Diskussion losgetreten: Sollte die Krim-Annexion als ein Provisorium hingenommen werden? Dass Russland damit das Völkerrecht gebrochen hat, bestreiten nur wenige. Aber: Wäre die Anerkennung der Annexion ein Weg zum Frieden?

Annexion der Krim akzeptieren?

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insgesamt abgegebene Stimmen: 241
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Kommentare
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Peter Mundhenk
18.09.201715:42
Ich kann Herrn Bürkel nur Recht geben, der Westen ist hochgradig heuchlerisch, was man sieht, wenn man etwa die Situation auf der Krim mit dem Kosovo vergleicht. Die westlichen Herrscher, insbesondere die USA, die sich jetzt als Moralapostel aufführen, interessiert das Völkerrecht kein bißchen, wenn es um eigene Macht- und Wirtschaftsinteressen geht, wie etwa im Irakkrieg, der viele tausend Opfer gefordert hat. Es geht Putin wie den westlichen Herrschern natürlich um Macht, nur sollte man bedenken, dass der Westen seine Macht mittels der NATO, die keineswegs bloß ein friedliches Verteidigungsbündnis ist, das hat der Kosovo-Krieg ja gezeigt, sehr stark ausgedehnt hat. Dies führt zu Einkreisungsgefühlen bei den Russen, schließlich sind feindliche Truppen der NATO heute schon weit näher an Moskau als bei Hitlers Überfall. Was wir brauchen, ist eine konsequente Entspannung mit Rußland, nicht Sanktionen oder Militärmanöver.
Irene Schwarz
17.09.201713:24
bevor Sie die Frage nach der Rückgabe der Krim an die Ukraine stellen, hätte ich gerne eine schlüssige Antwort auf die Frage: wo ist der Unterschied der zwischen Besetzung der Krim durch Russland und der 50 jahrelangen Besatzung der Palästinensergebiete durch Israel? Es gibt -zig UNO-Resoluitionen, daß Israel diese Gebiete räumen muß, was weder Israel interessiert noch die Westlichen Regierungen.
Günter Schenk
16.09.201712:05
Als aus den USA, dem führenden NATO-Staat, Milliarden an die s.g. Zivilgesellschaft in die Ukraine flossen, ging es natürlich auch, wenn nicht vornehmlich, um den strategischen Gewinn der Krim. Damit wäre den Russen in absehbarer Zeit der Zugnang zu ihrem einzigen Schwarmeerhafen verwehrt worden, ein recht raffiniert ausgedachter Plan Washingtons. Natürlich stand die enge Verbindung der Krim zu Russland zu keinem Zeitpunkt infrage, die "Biertisch-Übergabe" durch Khrushchev (siehe diesbezügl. Eintrag M.Fricke) war nur unter der nie infrage gestellten Verbindung innerhalb der Sowjetunion möglich. Die Behauptung, die Krim hätte nichts mit Russland zu tun, ist höcht heuchlerisch. Es genügt, nach der Sprache der großen Mehrheit (aller?) Krimbewohner zu fragen: es ist russisch. Und so empfindet sich die Mehrheit. Es ist bedauerlich, dass im Westen die Tartaten gegen "Moskau" instrumentalisiert werden, schließlich ist die Zeit Stalins längst vorüber.
M.Fricke
16.09.201711:10
Dass die Krim in den Fünfziger Jahren durch Chrustchow der Ukraine zugesprochen wurde war ein Stammtischdeal - bis zu diesem Zeitpunkt war die Krim immer russisch. Warum ist die letzte Volksabstimmung völkerrechtswidrig?
Man regt sich auf, dass die Russen und Weissrussen ein Manöver abhalten, aber nicht, dass die USA und Nato dies schon öfter im Baltikum getan haben, obwcohl mit Gorbatschow vor 27 Jahren das völlig ausgeschlossen wurde. Dies nur am Rande.
Konrad Hagendorn
16.09.201709:39
Das Land gehört allen!
Günter Bürkel
15.09.201723:43
Die westlichen Regierungen sind m.E. heuchlerisch. Das Kosovo wurde von Serbien abgetrennt, gegen den Irak wurde ein Angriffskrieg gestartet. Gab es dafür Sanktionen gegen die Verursacher. Nein!
Die Gründe für die Sanktionen gegen Rußland erscheinen mir vorgeschoben, im Hintergrund dürften wirtschaftliche Interessen, vor allem der USA, ausschlaggebend sein. Damit schadet Deutschland sich selbst und deshalb sollten diese Sanktionen auch schnellstens beendet werden.
Helmut Kremp
15.09.201722:03
Die Golanhöhen wurden von Israel annektiert und niemand stört das.
Wo ist der Unterschied??
Dieter Lanze
15.09.201719:56
Sie schreiben "... dass Russland das Völkerrecht gebrochen hat, bestreiten nur wenige ..." Was war denn 1954 die Schenkung der Krim an die Ukraine durch Chrustschow anderes als ein eklatanter Bruch des Völkerrechts? Bitte vor solch populistischen Einfach-Phrasen die historische Dimension der Krim nicht vergessen. Die Krim war stets von Russland wirtschaftlich abhängig. Russland wird überdies allein aus geostrategischen Gründen niemals die Krim zurückgeben, wenn gleichzeitig die NATO immer dichter an und um Russland heranrückt.
Bismarck hatte in weiser Voraussicht erkannt, dass es für Mitteleuropa gut war, sich nicht in die russische Interessensphäre einzumischen - und umgekehrt. Das sollten heutige Staatslenker mal nachlesen.
Albert Fries
14.09.201722:32
Russland kann seinen Schwarzmeerhafen nicht aufgeben. Und wenn ca.80 % der Einwohner der Krim und der Ost-Ukraine Russen sind und zu Russland gehören wollen,versteht man das doch. Schade auch, dass die NATO mit der im Viermächtevertrag nicht vereinbarten Ausweitung bis "vor die Türen Moskaus" Putin in die Enge treibt, statt Russland mit unter das gemeinsame EUROPÄISCHE HAUS (Gorbatchow)zu nehmen.Die USA diktieren immer noch Europa.
Henning Jonas
14.09.201720:27
Dass die Mehrheit der Bevölkerung der Krim zu Russland gehören wollte, ist - trotz umstrittener Volksbefragung - nicht zu bezweifeln. Die Ukraine strebt in die NATO, die USA hofieren deren Regierung. Soll Putin also hinnehmen, dass auf der seit 1783 zu Russland gehörenden Krim demnächst ein amerikanischer Militärstützpunkt errichtet wird? Wie würden die USA in einem umgekehrten Fall reagieren? Also...
H. Jonas
Peter Bischof
14.09.201710:39
Russland wird die Krim niemals hergeben, ist doch die russische Marine vorwiegend dort stationiert - dh. zu Zeiten der Udssr ! Wollen wir wirklich die alte Feindschaft für alle Zeiten bewahren? Dass die Ukraine ebenfalls keine "lupenreine" Demokratie ist, wissen wir doch schon längst ...
Ute Herrmann
13.09.201721:00
Als Voraussetzung einer Anerkennung des STATUS QUO: die Rechte der jeweiligen Minderheiten müssen auf Augenhöhe verhandelt und vertraglich abgesichert werden, um ein stabiles Miteinanderleben zu ermöglichen und Unruheherden vorzubeugen.
Carsten Wichert
12.09.201723:48
Grundsätzlich war es keine Annexion.
Die Eingliederung in Russland erfolgte nach einem Volksentscheid auf der Insel Krim.
Das tatsächlich darin begründete liegt darin, dass Russland nicht als Weltmacht aus dem Weg der Nato, USA und des Westens geräumt wird.
Georg Lechner
12.09.201716:43
Die Bevölkerung der Krim ist vorwiegend russisch, da die Krim bis 1964 zu Russland gehört hat und erst von Chrustschow der Ukraine gegeben wurde (die Hintergründe für diese Aktion müssten Historiker klären). Auch bei einem Referendum (das stattfinden soll, um die Vorwürfe und Spannungen in den Hintergrund zu drängen) unter internationaler Aufsicht rechne ich daher mit einem deutlichen prorussischen Votum.
Der Kern der ganzen Spannungen sind ja dauernde westliche Provokationen gegenüber Russland (Georgien-Krieg, Raketenstationierung in Osteuropa, Aufrüstung des IS via Saudi-Arabien zur Destabilisierung Syriens...), die einseitige prowestliche Darstellung in den selbsternannten Qualitätsmedien (FAZ, Welt, Zeit etc.) und in den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten (in den privaten kenne ich es nicht, erwarte aber aufgrund der Besitzverhältnisse nichts Besseres)finde ich schlicht zum Kotzen.
Lutz Mertins
10.09.201713:31
Liebe Publik-Redaktion,
die Beantwortung Ihrer Krim-Umfrage ist mir schwer gefallen. Warum? Nun, Sie benutzen den Begriff "Annexion". Doch nach allem, was ich von Völkerrechtlern in der Sache gelesen habe, ist die Frage Annexion, Sezession (oder sonstige) strittig und keineswegs eindeutig geklärt. Auch der diesbezügliche UN-Beschluss ist da meines Erachtens nicht hilfreich. Eine etwas offenere Berichterstattung / Fragestellung wäre mir lieber gewesen.
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