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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2019
Raus aus der Angst!
Kirchentag 2019. Worauf man vertrauen kann
Der Inhalt:

Jungbauern haben es satt

von Annette Lübbers vom 03.07.2019
Festival und Politik: Junge Menschen fordern eine andere Landwirtschaft
Gemeinsam auf der Suche nach einer guten Agrar-Zukunft: Öko-Aktivisten in Bad Vilbel (Foto: wir-haben-es-satt)
Gemeinsam auf der Suche nach einer guten Agrar-Zukunft: Öko-Aktivisten in Bad Vilbel (Foto: wir-haben-es-satt)

Die junge Frau studiert Öko-Agrarmanagement. Und sie ist besorgt, dass in Sachen Agrarwende viel zu wenig passiert. Ende Juni ist die 24 Jahre alte Franziska zum Festival »Beats + Bohne« auf den Dottenfelder Hof bei Bad Vilbel gekommen. Sie will Kontakte knüpfen. Sie stellt sich nur mit Vornamen vor. »Natürlich müssen wir alle in Bezug auf Landwirtschaft und Ernährung dazulernen«, sagt sie, »aber das kann nicht nur von unten geschehen.«

Wie die anderen angereisten Jungbauern, Öko-Aktivistinnen, Naturschützer und Studierenden will die 24-Jährige eine andere Landwirtschaft – weg von der industriell-konventionellen Produktion, hin zu ökologisch geführten Agrarbetrieben.

Etwa 500 junge Menschen sind zum Festival »Beats + Bohne – Wir haben es satt« gekommen. In Workshops beschäftigen sie sich mit der Lebensmittelverschwendung, der Macht der Discounter, dem Höfesterben und der Frage, wie sich die EU-Agrarpolitik in Afrika auswirkt. Außerdem packen die jungen Leute bei der Arbeit auf dem Demeter-Hof mit an, kochen gemeinsam auf dem Zeltplatz und diskutieren am Abend bei Life-Musik noch lange weiter.

Zu dem Treffen eingeladen hatte das Bündnis Meine Landwirtschaft, in dem mehr als fünfzig Organisationen – darunter Attac und Brot für die Welt – für eine bäuerliche und ökologischere, eine sozial gerechtere, tier- und umweltfreundlichere Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion streiten. Keinen leichten Stand hatte die Politik beim Festival. Die hessische Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Grüne) ve

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