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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2012
Wenn Gott nicht eingreift
Theologen suchen neue Antworten
Der Inhalt:

Kein Heim für Plastik

Sandra Krautwaschl aus Graz hat den Kunststoff aus ihrem Haushalt verbannt. Ihre Einkaufstaschen sind seitdem schwerer, doch ihr Leben ist leichter
Es geht auch ohne: Die Familie trug 2009 fast alle Gegenstände aus Kunststoff in ihrem Haus zusammen und legte sie in die Scheune  (Foto: Krautwaschl)
Es geht auch ohne: Die Familie trug 2009 fast alle Gegenstände aus Kunststoff in ihrem Haus zusammen und legte sie in die Scheune (Foto: Krautwaschl)

Die bunt glänzende Plastikverpackung auf dem Küchentisch des alten Bauernhauses knistert. Sandra Krautwaschl greift hinein und schiebt sich rasch eine Portion Chips in den Mund. Kauend angelt sie sich einen weißen Stoffbeutel aus dem Karton neben ihrem Stuhl, bepinselt zwei Holzstempel dick mit Farbe und druckt kraftvoll die Worte »Change bag« auf den Stoff. Ihr Mann, Peter Rabensteiner, nippt an einem Glas Rotwein; amüsiert mustert der breitschultrige Mittvierziger den mit Taschen übersäten Küchenfußboden. Die drei Kinder sind längst im Bett. Die Zeiger der Wanduhr zeigen kurz vor halb elf.

6000 bunte Stofftaschen verteilt