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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2018
Gott, mein Therapeut
Religion stärkt. Aber warum?
Der Inhalt:

Wie klärt die EKD den Missbrauch auf?

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat zwei Studien in Auftrag gegeben, um Missbrauch in ihren Einrichtungen aufzuklären. Wie geht sie vor? Und genügt das? Einschätzungen von Christine Bergmann von der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, die auf Beschluss des Bundestags berufen wurde
Opfer von sexuellem Missbrauch in evangelischen Einrichtungen müssten finanziell besser unterstützt werden, meint die ehemalige Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (Foto: pa/Nijhof)
Opfer von sexuellem Missbrauch in evangelischen Einrichtungen müssten finanziell besser unterstützt werden, meint die ehemalige Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (Foto: pa/Nijhof)

Publik-Forum: Lange Zeit hieß es, sexueller Missbrauch sei vor allem ein Problem der katholischen Kirche. Nun hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) nach anfänglichem Zögern die zentrale Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in ihren Einrichtungen beschlossen. Woher kommt dieser Umschwung?

Christine Bergmann: Umschwung ist vielleicht ein bisschen zu gewaltig gesagt, aber man nimmt das Thema sehr viel ernster.

Wie kam das?

Bergmann: Wichtig war das Hearing mit der katholischen und der evangelischen Kirche im Juni dieses Jahres, das unsere Kommission organisiert hat. Da haben Betroffene öffentlich über ihre Erfahrungen berichtet. Das war schmerzhaft für beide Kirchen. Die Betroffenen haben die Kritik am Umgang mit ihnen sowohl