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Stimmen zur Umwelt-Enzyklika

von Britta Baas 23.06.2015
Die einen bewundern den Papst für seine starken Worte in der neuen Enzyklika, den anderen bereitet er Bauchschmerzen. Heinrich Bedford-Strohm, Bernhard Emunds, Barbara Hendricks, Jim Inhofe, Erwin Kräutler, Mojib Latif, Barack Obama, Bodo Ramelow, Friedrich Schorlemmer, Antje Schrupp und Jutta Sundermann kommentieren Franziskus
Amazonas-Regenwald von oben: Am 18. Juni 2015 stellte Papst Franziskus seine Umwelt-Enzyklika vor. Er provozierte damit starke Emotionen. Positive wie negative. (Foto: istockphoto/salparadis)
Amazonas-Regenwald von oben: Am 18. Juni 2015 stellte Papst Franziskus seine Umwelt-Enzyklika vor. Er provozierte damit starke Emotionen. Positive wie negative. (Foto: istockphoto/salparadis)

Heinrich Bedford-Strohm, EKD-Ratsvorsitzender: »Wir brauchen eine Ethik des Genug«

»Die Umwelt-Enzyklika Laudato Si kommt in einem Jahr wichtiger globaler ökologischer Weichenstellungen genau zum richtigen Zeitpunkt!

Die Umwelt-Enzyklika

Die christlichen Kirchen weltweit eint der Kampf gegen die Zerstörung der Natur. Jenseits der unterschiedlichen theologischen Traditionen verbindet uns die gemeinsame Leidenschaft für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und für eine gerechte Ordnung der Wirtschaftsbeziehungen. Die enge Verknüpfung von ökologischen Herausforderungen und der globalen Gerechtigkeitsfrage hat viele unserer Dokumente durchzogen – zuletzt bei der Vollversammlung des Weltkirchenrats in Busan 2013. Aus Sicht der EKD ist es unerlässlich, dass die UN-Generalversammlung vom 25. bis 27. September 2015 in New York ambitionierte nachhaltige Entwicklungsziele beschließt. Für Gesellschaft, Politik und Ökonomie ist es dringend geboten, eine ›Ethik des Genug‹ zu akzeptieren und neue Maßstäbe für die Bewertung von wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Erfolg zu finden.

Für eine soziale und ökologische Marktwirtschaft kann Deutschland Standards und Zeichen setzen. Dass nun der Papst diese deutlichen Worte findet, ist nicht nur um der Sache willen ein wichtiges Signal, sondern es ist auch ein weiteres klares Zeichen ökumenischer Gemeinsamkeit in einer zentralen Zukunftsfrage. Dem Text aus Rom wünsche ich von Herzen eine breite internationale Aufmerksamkeit.«

Bernhard Emunds, Sozialethiker: »Heftige Kritik am Norden«

»Die Umweltenzyklika hat manche Schwächen. Sie interessiert sich nicht für Strukturen und Mechanismen, die zu den sozialen und ökologischen Problemen führen, und gleitet in eine allgemeine Zivilisationskritik ab.

Doch der Papst stellt sich mit ihr ganz auf die Seite der Entwicklungsländer – kurz vor der Pariser Klimakonferenz. Er sagt: Die Kosten für die Reduktion der Treibhausgase sollen die Industrieländer zahlen! Und er begründet das mit einer verteilungspolitischen Sicht der ökologischen Krise. Das bedeutet eine heftige Kritik an der Lebensweise und der Wirtschaftsordnung in den reichen Ländern des Nordens.«

Barbara Hendricks, Umweltministerin: »Die Armen bezahlen«

»Laudato si kommt zur richtigen Zeit. Diese Enzyklika wird die katholische Kirche prägen, aber auch darüber hinaus wirken. Der Papst macht den Umweltschutz zu einem Hauptanliegen. Er schreibt, wir müssten ›die Klage der Armen ebenso hören wie die Klage der Erde‹. Das ist für mich ein zentraler Punkt. Die Armen sind diejenigen, die als erste für die Zerstörung unseres Planeten bezahlen müssen. Die Bekämpfung von Armut, Hunger und Chancenlosigkeit werden wir nur leisten können, wenn wir die Zerstörung unserer Umwelt bekämpfen. Franziskus beschreibt wunderbar den Platz des Menschen: Die Erde wurde uns geliehen. Sie gehört uns nicht.«

Jim Inhofe, Vorsitzender des Senats-Umweltausschusses, USA: »Ein Fest für Klima-Alarmisten«

»Ich bin ganz und gar nicht der einverstanden mit der päpstlichen Philosophie über die globale Erwärmung. Diese Enzyklika wird von Klima-Alarmisten dazu benutzt werden, eine Politik zu befördern, die zur größten je da gewesenen Steuererhöhung in der Geschichte unserer Nation führen wird. Es sind die Armen, die den Löwenanteil ihres kargen Einkommens dafür ausgeben, ihre Wohnungen zu heizen. Und sie werden diejenigen sein, die die größte Bürde dieser lästigen Politik werden tragen müssen.«

Erwin Kräutler, Spin-Doctor der Enzyklika: »Das Leitmotiv ist nicht Umwelt, sondern Mitwelt«

»Wenn Franziskus von Naturzerstörung und Ausbeutung spricht, spricht er von seiner Lebenserfahrung in Argentinien... Dem Papst geht es nicht in erster Linie um herkömmlichen Naturschutz. Franziskus sagte mir, er wolle eine Gegenüberstellung von Ich und Natur vermeiden, weil auf diese Weise die Natur allzu leicht zum Gegenstand, zu einer Sache gemacht werden kann, über die bestimmte Menschen und Unternehmen dann bestimmen. Ihm gehe es um das untrennbare Miteinander von Natur und Mensch, um die Mitgeschöpflichkeit aller. Kurz gesagt: Das Leitmotiv ist nicht Umwelt, sondern Mitwelt.«

Mojib Latif, Meteorologe: »Dieser Papst schätzt die Wissenschaft«

»Wie ich es nicht anders erwartet hatte, spricht Franziskus in seiner Enzyklika Klartext. Er rechnet mit denen ab, die entweder nur den kurzfristen Gewinn oder die nächste Wahl im Sinn haben. Er kritisiert die zahllosen Gipfel, deren Ergebnisse weit unter den Erwartungen geblieben sein. Der Papst spricht mir in vielerlei Hinsicht aus der Seele. So hatte ich mich sehr kritisch zu dem gerade zu Ende gegangenen G7-Treffen im bayerischen Elmau geäußert, dessen scheinbare Ergebnisse selbst von einigen Umweltverbänden in den Himmel gelobt wurden.

Die Wissenschaft spielt für den Papst bei der Bewältigung der Umweltprobleme eine zentrale Rolle. Sie sei das bevorzugte Instrument, über das wir die Schreie der Erde hören können, schreibt er. Wie wahr! Die Wissenschaft verleiht der geschundenen Natur eine Stimme. Der Weltklima-Rat IPCC hat die Wissensbasis für den Klimawandel geliefert. Man kann ihn nicht mehr leugnen, aus welchen Gründen auch immer man das versuchen mag. Jetzt ist die Zeit des Handels gekommen. Ich bewundere den Papst für diese Enzyklika.«

Barack Obama, US-Präsident: »Im September werden wir diskutieren«

»Tief bewundere ich die Entscheidung des Papstes, seine Argumente für ein dringliches Handeln in Fragen des globalen Klimawandels klar, kraftvoll und mit der vollen moralischen Autorität seines Amtes vorzubringen.

Wir stehen in der Verantwortung für die nachfolgenden Generationen, und ich glaube, die Vereinigten Staaten von Amerika müssen Vorbild sein in dem Bemühen, die Umweltverschmutzung zu beenden, saubere Energien und Energie-Effizienz sowie eine verantwortliche Verwaltung unserer natürlichen Ressourcen zu fördern.

Ich freue mich darauf, über diese Fragen mit Papst Franziskus zu diskutieren, wenn er im September im Weißen Haus zu Besuch ist. Und ich hoffe, dass alle Verantwortlichen dieser Welt im Vorfeld des Weltklimagipfels in Paris intensiv über den Aufruf des Papstes nachdenken werden.«

Bodo Ramelow, Ministerpräsident, Thüringen: »Eine Ermutigung«

»Papst Franziskus wendet sich geradezu appellativ an ›jeden Menschen, der auf diesem Planeten wohnt‹. Diese dringende Aufforderung an alle, die Überlastung der Welt zu erkennen und auch das persönliche Verhalten zu überprüfen, ist ein wichtiges Signal. Der Papst schließt dabei sowohl die Wissenschaften als auch ausdrücklich die Religionen ein.

Ausgehend vom schöpfungstheologischen Ansatz hat Franziskus eine ganzheitliche Ökologie im Blick. Für ihn besteht ein enger Zusammenhang zwischen Umweltzerstörung und massenhafter Armut als andauerndem Problem in vielen Teilen der Welt. Im Text wird auch klar festgestellt, dass das gegenwärtige Konsumniveau in den meisten entwickelten Ländern und reichsten Gesellschaftsschichten nicht aufrechterhalten werden kann. Franziskus schreibt: ›Es sind bereits gewisse Höchstgrenzen der Ausbeutung des Planeten überschritten worden, ohne dass wir das Problem der Armut gelöst haben.‹ Beeindruckend ist nicht zuletzt seine Äußerung, dass die Religionen einem ›Schatz an Weisheit, den wir hätten hüten müssen, untreu gewesen sind‹.

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Ich wünsche mir, dass diese Form der kritischen Reflexion auch auf die Politik überschwappt und den Geist mancher Klima-Gipfel erreicht, die in der Vergangenheit zu häufig mit wenig überzeugenden Ergebnissen zu Ende gingen.

Franziskus' grundsätzlicher Optimismus, dass sich ein zunehmendes Bewusstsein für ökologische Fragen entwickelt, gibt Laudato Si eine zum Handeln ermunternde Grundstimmung, die angesichts der treffenden Analysen allerdings auch bitter nötig ist.«

Friedrich Schorlemmer, ev. Theologe: »Dieser Papst spricht alle an«

»Dieser Papst spricht nicht nur die 1,2 Milliarden Katholiken in der Welt an, sondern alle Menschen, die guten Willens sind und die auch wollen, dass diese Welt ein gut bewohnbarer Lebensort bleibt: für Schimpansen und Menschen, für Wale und Wölfe, Afrikaner und Europäer, für Gläubige und für Skeptiker. Vor allem für alle, die wissen, dass man Geld nicht essen kann.

Er plädiert für Selbstbegrenzung, gegen die herrschende Wachstumsideologie. Er polemisiert gegen die herrschaftlichen, zerstörerischen und irreversiblen Umgang mit der Natur, die wir anthropozentrisch zur Umwelt erklärt haben.

Erst wenn der Mensch sich einordnet in die ausbalancierten Lebenskreisläufe, kann er Mitmensch und Mitkreatur werden, sofern er die Maxime Albert Schweitzers berücksichtigt: ›Ich bin Leben, das leben will, mitten unter Leben, das leben will.‹ Diesen ›anderen‹ Blick auf den Menschen hat Franziskus. Und das ist ebenso erstaunlich wie zukunftsweisend.

Auf dem Wege nach Paris mögen tausende und abertausende Menschen aus aller Welt pilgern und der Umweltkonferenz Druck machen, dass nicht wieder ein teures Tagungsscheitern organisiert wird. In Paris lagern keine fiktiven Gebeine des Jakobus, sondern da liegt der Schlüssel für ein unsere Schöpfung schützendes Abkommen.

Auf dem Wege nach Paris ist eine unüberhörbare Stimme der Christenheit laut geworden. Es ist Zeit für ein ›Ökumenisches Konzil für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung‹ in Assisi. Die Zeit drängt. Aus Liebe zum Leben, aus Sorge um das Leben.«

Antje Schrupp, Publizistin: »Ein veraltete Theologie, aber immerhin Klartext«

»Die neue Enzyklika des Papstes bereitet mir Bauchschmerzen, und das gleich in den ersten Sätzen: ›Unser gemeinsames Haus ist wie eine Schwester, mit der wir das Leben teilen‹, heißt es da. ›Diese Schwester schreit auf wegen des Schadens, den wir ihr zufügen.‹ Wer, so frage ich mich, ist in diesem Zusammenhang genau ›Wir‹? Wo stehe in diesem Gefüge ich, eine Frau und Schwester?

Es ist aber nicht nur die altbekannte Gleichsetzung von Natur und Weiblichkeit, die mich an diesen Sätzen stört. Es ist vor allem die darin enthaltene logische Gegenüberstellung von Mensch und Natur, die sich anschließend in zahllosen weiteren Dualismen durch die Enzyklika zieht: Zivilisation und Ursprünglichkeit, Stadt und Land, Technik und Leben, Fortschritt und Bewahrung, Gier und Genügsamkeit und so weiter.

Zugegeben: Franziskus beschreibt die Beziehung zwischen Mensch und Natur als eng und wechselseitig. Aber den Schritt zur Erkenntnis, dass Menschen selbst Natur sind (und damit vergänglich und bedürftig und kontingent wie alle Natur), geht er nicht. Das kann er auch nicht, solange er am Naturrecht festhält, also an der Vorstellung, dass die Natur dem Menschen gegenüber eigene Rechte habe, deren Garant Gott ist, der in der Enzyklika als ›höhere Instanz‹ (Seite 3) fungiert. Eine Instanz, deren Repräsentanz auf Erden die katholische Kirche für sich selbst beansprucht, indem sie ihre eigenen, historisch gewachsenen Wertvorstellungen als ›gottgewollt und natürlich‹ ausgibt. Auch diese Enzyklika kommt zum Beispiel mal wieder nicht ohne Seitenhieb gegen feministische Gendertheorien aus (Seite 66).

Es ist schön, dass der Papst bei seinen konkreten politischen Schlussfolgerungen oft Klartext spricht, und vieles davon würde ich inhaltlich unterschreiben. Aber die theologische Grundlegung teile ich nicht. Gott hat uns nicht als Gegenüber zur Natur erschaffen, sondern als Teil davon. Wir Menschen müssen nicht lernen, nett zur Natur zu sein, damit wir später mal in den Himmel kommen, wir müssen etwas ganz anderes verstehen: Indem wir die Böden verseuchen, die Luft verpesten, das Wasser vergiften und das Klima zerstören, zerstören wir uns selbst.

Und Gott ist bei dem Versuch, diesen Selbstmissbrauch zu beenden, nicht unser Richter, sondern unser Beistand, unsere Inspiration, unsere Kraftquelle, unsere Zuversicht.«

Jutta Sundermann, Attac: »Allein schon dieser Titel!«

Die Veröffentlichung dieser Enzyklika bot alles, was eine moderne Medien-Abenteuergeschichte braucht: ein bisschen Geheimnisverrat, Argwohn und Hoffnungen im Vorfeld, begeisterte und um Schadensbegrenzung bemühte Reaktionen nach der Veröffentlichung.

Das Dokument ist ein harter Brocken für uns KonsumentInnen möglichst kurzer Texte. Trotzdem ist die Botschaft klarer als die kompromissgeschwängerten Reden, die wir von Kirchenvertretern und Politikern sonst zu hören bekommen.

Der Papst hat einen Coup gelandet. Schon der Titel dieser Enzyklika! Ich habe erlebt, wie Teenager ihre coole Nicht-Begeisterungsbereitschaft beiseite legten, wenn sie ›Laudato si‹ sangen. Vielleicht wird das Lied die ›Hymne‹ der jungen, lebensbejahenden und widerspruchsbereiten Umweltbewegung? Es wäre der richtige Moment, einen starken Gegenwind gegen die grassierende Umweltzerstörung mit dem Geist des toten und des lebenden Franziskus zu beflügeln – mitten in den Verhandlungen um Freihandelsabkommen und kurz vor der nächsten großen Weltklima-Konferenz.«

Kommentare
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Walter Schoderer
13.07.201517:47
es wird Zeit, dass wir uns zu unserem ökologoschem Analphabetismus bekennen!

Leider kommt das Lehramt der kath. Kirche wie immer zu spät.
greenpeace u.a. sind da schon viel weiter!

god or notgod save our children...

Dr. Wilhelm Schäfer
29.06.201519:40
Sehr geehrte Redaktion,

Umwelt und Menschheitsbestand werden in Zukunft nur gewährleistet sein, wenn riesige Anstrenungen vorgenommen werden in Form von Wiederaufforstung und RENATURIERUNG. Unterzeichner hat bereits 2000 dem damaligen Umwelminister Trittin ein Konzept vorgelgt, welches zur Wasser- und Energieversorgung gerade für Entwicklungs- und Schwellenländer gut geeignet ist. Näheres auf Nachfrage.

Mit freundlichen Grüssen
Dr. Wilhelm Schäfer
Gisela Uhl
27.06.201518:53
Wir wollen soziale Gerechtigkeit, global, und wir wollen die Umweltzerstörung stoppen. Wie soll das gehen, wenn die Menschheit sich weiterhin, und das mit Beschleunigung, vermehrt? Es geht nur auf Kosten anderer Lebewesen, und auf Kosten des ökologischen Gleichgewichts. Dieses heiße Eisen spricht nie jemand an! Warum? Ist es ein Tabu? Armutsbekämpfung und Frauenrechte -- und Geburtenkontrolle wären nötig.....wie steht die Kirche zum letzteren?
Hubertus Müller
27.06.201518:52
Genauso muss es sein. Alle Menschen, die an einen Schöpfergeist glauben, egal welcher Religion, wissen um unseren Lebensraum, dass wir ihn achten und bewahren müssen. Nach dem Tod haben wir kein Geld mehr, aber unsere guten und schlechten Taten begleiten uns. Auch wenn wir Krankheit, Leid, Not, Traurigkeit durch unser Handeln verursachen. Dass der Papst darauf hinweist, verstehe ich als einen hochsensiblen, intelligenten und mutigen Schritt zur rechten Zeit, der längst überfällig war. Dass er seine Position in den Dienst der Menschhiet stellt, macht ihn und die Kirche authentisch.
Wagner
27.06.201509:28
Jim Inhofe zeigt mit seinem Kommentar die typische Sichtweise der reichen Länder, insbesondere der USA, z.B. indem er die möglichen Auswirkungen auf "unsere Nation" bezieht. Die Auswirkungen auf seine Mitwelt sind für ihn offenbar von nachrangiger Bedeutung. Schon heute finden sich offenbar Gifte in der Muttermilch (Glyphosat) wieder, die die genetischen Folgen für nachfolgende Generationen (Epigenetik) und die daraus sich ergebenden Konsequenzen nicht überschaubar machen. Oder das Fracking, welches nachweisbar das lebensnotwendige Grundwasser unreparabel und unbrauchbar hi8nterlassen kann. Oder die rücksichtslose Abholzung der Regenwälder zum Profit weniger.
Die möglichen Auswirkungen unseres Verhaltens gegenüber der Mitwelt sind weder verstanden und i.a. schon eh nicht kontrollierbar. Das sollten wir alle ganz schnell erkennen. Papst Franziskus hat das Rückgrat, diese Problematik anzusprechen. Bravo!
Albert Fries
26.06.201520:56
Dieser Papst macht nicht nur uns Katholiken viel Freude! Allein durch seine Äußerungen auch zu anderen Themen setzt er Maßstäbe und bricht die Starr- und Sturheit der Kirche und Kurie auf. Er kommt seinem großen Vorbild, dem Hl. Franziskus immer näher. Franziskus hält uns "bei der Stange"! Schade, dass diese neuen Möglichkeiten und Freiheiten nur langsam oder gar nicht bei Bischöfen und Priestern ankommt und umgesetzt wird! Albert Fries, Igersheim
Klaus Schulz
26.06.201518:33
Wer sich mit der Enzyklika auseinandersetzt, sollte auch wissen, wer daran mitgearbeitet hat und warum: Umwelt-Enzyklika: http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001916
Ina Müller
26.06.201518:24
Fehlentwicklungen müssen benannt werden, damit man sie ändern kann. Es reicht nicht, sich von den südamerikanischen Märkten zurückzuziehen, wie es beispielsweise europäische NGOs oder der deutsche LEH zum Thema GVO-Pflanzen propagieren. Nachhaltigkeit vor Ort muss auch von dt. Abnehmern mit einem rel. geringen Sojaimportanteil von nur 0,5 % der Weltsojaernte immer wieder gefordert werden. Sich zurückzuziehen wäre billig. Auf der anderen Seite ist die Entwicklungshilfe der großen Kirchen zu überdenken und zu hinterfragen. Unbequem, aber nach der Lektüre von dieser Publikation unbedingt erforderlich. Die Schlussfolgerung aus dem Papier: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen? http://www.keckl.de/texte/Brot_fuer_die_Welt_Kritik.pdf
Heinz Reick
26.06.201516:22

Singen wir
mit dem Lied
der Schöpfung,
dass jeder Alltag
doch ein guter Tag,
ein Sonntag wird,
ein A L L - TAG.
Dann klingt uns
im neuen Lied
des Anfangs
dies neue
Wort :
Machet euch nicht
d i e ,
macht euch
d e r
Erde untertan !

Aus ihr wirst du, werd ich
erschaffen, beatmet, geformt
von
GÖTTLICHER LIEBE.
Sie schaut uns an,
nicht durch Liebe blind.
Sie sieht, dass es gut ist.
Sechster Schöpfungstag.
J e t z t .

Heinz Reick

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