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Kardinal Vlk: Ein Brückenbauer

von Thomas Seiterich 20.03.2017
Er hatte in der kommunistischen Zeit als Priester Berufsverbot und wurde Fensterputzer, bevor er es nach der Revolution bis zum Erzbischof von Prag brachte: Der tschechische Kardinal Miloslav Vlk, der jetzt im Alter von 84 Jahren gestorben ist, war zugleich ein Brückenbauer. Von dem Aufbruch, für den er stand, ist in Tschechien, dem am stärksten säkularisierten Land Europas, allerdings kaum etwas geblieben
Kardinal Vlk suchte den Dialog mit der säkularisierten Gesellschaft (Foto: Reuters/Josek)
Kardinal Vlk suchte den Dialog mit der säkularisierten Gesellschaft (Foto: Reuters/Josek)

Wer den tschechischen, vom kommunistischen Regime an der Amtsausübung gehinderten Priester Miloslav Vlk in den frühen 1980er Jahren kennenlernte, der begegnete einem klugen, zurückhaltenden und sensiblen Seelsorger. Einem Mann von fünfzig Jahren, der seinen Lebensunterhalt in der Hauptstadt Prag als Fensterputzer verdienen musste. Für mich, den jungen Journalisten aus der wohltemperierten Bundesrepublik, war einer wie Vlk eine eindrucksvolle Gestalt, ein Glaubenszeuge, der unter widrigen Bedingungen lebte. Vlk hatte gleichwohl Humor.

Ein Arbeiterpriester

1978 hatte Vlk als Fensterputzer angefangen, der Arbeiterpries

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