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kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2019
Die Kunst, den Kapitalismus zu verändern
Eine Annäherung in fünf Schritten
Der Inhalt:

»Jetzt, heute brauchen wir ein Konzil«

Dreißig Jahre nach den Ökumenischen Versammlungen in Magdeburg und Dresden: Fragen an den evangelischen Theologen Friedrich Schorlemmer
Kürzlich in Berlin: Erinnerung an die Ökumenische Versammlung in der DDR vor dreißig Jahren, wenige Monate vor der Friedlichen Revolution. Heute braucht es ein Konzil im Geiste der Schöpfungsenzyklika Laudato si von Papst Franziskus, sagt der evangelische Theologe und frühere Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer (Fotos: oerbb.de; epd/bohm)
Kürzlich in Berlin: Erinnerung an die Ökumenische Versammlung in der DDR vor dreißig Jahren, wenige Monate vor der Friedlichen Revolution. Heute braucht es ein Konzil im Geiste der Schöpfungsenzyklika Laudato si von Papst Franziskus, sagt der evangelische Theologe und frühere Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer (Fotos: oerbb.de; epd/bohm)

Publik-Forum: Was bleibt von den Ökumenischen Versammlungen 1989 in der DDR?

Friedrich Schorlemmer: Da trafen sich angesichts größter atomarer Überlebenssorgen für die Menschheit in der autoritären Welterlösungsdiktatur der DDR evangelische und katholische Christen. Sie wurden sprechfähig und frei miteinander und sie hörten und schauten auf die Zeichen der Zeit. Was sie verabschiedeten, war großartig. Kein einziger Satz voller Hass, sondern gut begründete Vorschläge für ein gutes und gewaltfreies Leben aller Menschen. Im Geist von Albert Schweitzer: »Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.« Die christlichen Delegierten der Ökumenischen Versammlungen hatten ja das staatliche Gegenüber beziehungsweise den Gegner im Blick. Doch sie sprachen und dachten so