Zur mobilen Webseite zurückkehren

Impfstoff gegen Traurigkeit

vom 27.04.2020
von Anja Moorkamp, Bochum

Zu Ostern 2020

Der Einzug Jesu in Jerusalem: ohne jubelndes Volk am Straßenrand. Massenveranstaltungen sind verboten.

Das letzte Abendmahl: abgesagt. Von Treffen mit Freunden wird dringend abgeraten.

Nach Jesu Gebet am Ölberg: Der Kuss des Judas ist nur mit Mundschutz möglich.

Den Kreuzweg geht er allein: Versammlungsverbot.

Die Kreuzigung lassen sie nicht ausfallen: Der Beruf des Henkers ist systemrelevant.

Beim Begräbnis darf außer Josef von Arimathäa niemand dabei sein. Es muss im engsten Kreis stattfinden.

Dann die Begegnung am Ostermorgen. »Halte mich nicht fest!«, sagt der Auferstandene zu Maria von Magdala. Noch gilt der Sicherheitsabstand.

Aber: Auf dem Weg der beiden Jünger nach Emmaus kommt Jesus dazu. Jetzt sind sie zu dritt unterwegs. Niemand muss allein gehen.

Am Abend sitzen sie zusammen an einem Tisch: Das Rasthaus hat geöffnet. Beim Teilen des Brotes erfahren sie endlich den schmerzvoll ersehnten Trost.

Als die Angst die Jünger und Jüngerinnen hinter verschlossenen Türen hält, tritt Jesus ins Zimmer, sodass alle sehen: Er lebt! Wer es – wie Thomas – nicht glauben kann, darf ihn berühren. Körperkontakt ist wieder erlaubt.

Und wenn erst der Heilige Geist kommt mit seiner stürmischen Kraft, wird er durch jede Trennwand, jede Atemmaske hindurchgehen, wird er stärker sein als jede Einschränkung und jedes Virus.

Dann werden wir den besten Impfstoff haben gegen Traurigkeit, Sorgen und Resignation.

Und er wird wirken, wo er will – nichts und niemand wird ihn aufhalten!

______

Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

______

Jeden Morgen kostenlos per E-Mail: Spiritletter von Publik-Forum

Kommentare
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.