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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2018
Der Mord und der Westen
Der Fall Saudi-Arabien: Handel, Macht und Menschenrechte
Der Inhalt:

Glaubenskrise im Gottesstaat

Die Iraner vertrauen ihrer Theokratie schon lange nicht mehr. Doch der Islam beschert ihnen Momente des Glücks. Gibt er auch Hoffnung auf einen Wandel? Besichtigung einer Utopie
Geistliche Oberhäupter, überall präsent: Plakate mit den Konterfeis Ajatollah Khomeinis (links) und seines Nachfolgers Ajatollah Khamenei säumen die Straßen in den Städten Irans. (Foto: Morteza Nikoubazl/ZUMA Wire/Alamy Live News)
Geistliche Oberhäupter, überall präsent: Plakate mit den Konterfeis Ajatollah Khomeinis (links) und seines Nachfolgers Ajatollah Khamenei säumen die Straßen in den Städten Irans. (Foto: Morteza Nikoubazl/ZUMA Wire/Alamy Live News)

In dieser Nacht ist an Schlafen nicht zu denken. Der Wind zerrt an den Ästen und Blättern der Bäume, draußen vor dem Hotel. Es ist kurz nach 23 Uhr, in den Straßen der Stadt Tabriz wird die Dunkelheit lebendig. Zuerst sind sie nur ganz von Ferne zu hören: Männerstimmen, die rhythmisch singen, tief aus dem Bauch. Es müssen Hunderte sein. Ihr Gesang ist ein Atmen und Hauchen, ein Stöhnen und Stillwerden, in immer neuen Wellen. Dann sind auch Trommeln zu hören. Die Schläge klingen tief, verschmelzen mit dem Rhythmus der Männer. Es vergeht Stunde um Stunde. Ist noch Nacht? Oder schon Morgen? Irgendwann werden die Stimmen leiser, die Trommeln verstummen.

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