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Die Kirche spart sich kaputt

von Christoph Fleischmann 17.01.2014
»Es ist für mich unerträglich, dass für meine Pension Menschen entlassen werden«, klagt ein Pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland. Ob er mit dieser Meinung allein steht, wird sich zeigen: Noch bis in die kommende Woche hinein tagt die Synode seiner Landeskirche. Ihr liegt der erste Teil eines umfangreichen Sparpaketes der Kirchenleitung vor. Bis zum Jahr 2018 sollen im Haushalt der gesamtkirchlichen Aufgaben zwanzig Millionen Euro gestrichen werden. Die rheinische Kirche ist kein Einzelfall
Sparen, sparen, sparen: Ob das wirklich sinnvoll ist für die Zukunft der evangelischen Kirche? (Foto: forkART Photography - Fotolia)
Sparen, sparen, sparen: Ob das wirklich sinnvoll ist für die Zukunft der evangelischen Kirche? (Foto: forkART Photography - Fotolia)

Wieso aber meint man jetzt gerade in dieser Landeskirche sparen zu müssen? Weil die Kirchenleitung Mitte letzten Jahres eine Prognose über das Defizit im Haushalt der landeskirchlichen Ebene bis in das Jahr 2023 versucht hat. Damals ging man von einer Kirchensteuer von 575 Millionen Euro für 2013 aus und jährlich einem Prozent sinkenden Steueraufkommens.

Inzwischen schätzt man die Kirchensteuer für 2013 auf 593 Millionen, vermutlich wird es noch mehr. Bei der Annahme aber, dass es ein Prozent weniger werde pro Jahr, bleibt man. Offensichtlich ist man hier Opfer der Prognose, dass das Geld in Zukunft weniger werde, weil die Zahl der Kirchensteuerzahler abnimmt.

Doch der Arbeitskreis Steuerschätzung beim Bundesfinanz