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Dialoginitiative 2012 für Kirchenreform

von Thomas Seiterich vom 16.04.2012
Österreichs kritische Katholiken starteten 1995 das erste große Kirchenvolksbegehren. Seit 2011 sorgt die »Pfarrer-Initiative« für Aufruhr. Nun beginnt die österreichische »Plattform Wir sind Kirche« eine neue Unterschriftensammlung
Die Kirche von unten stärken will die österreichische Pfarrerinitiative: sie fordert in ihrem »Aufruf zum Ungehorsam« Reformen mit dem Ziel, die Gläubigen stärker einzubeziehen, die jetzt gestartete Unterschriftenkampagne »Dialoginitiative 2012« unterstützt die Reformpfarrer  (Foto: pa/picturedesk.com/Pritz)
Die Kirche von unten stärken will die österreichische Pfarrerinitiative: sie fordert in ihrem »Aufruf zum Ungehorsam« Reformen mit dem Ziel, die Gläubigen stärker einzubeziehen, die jetzt gestartete Unterschriftenkampagne »Dialoginitiative 2012« unterstützt die Reformpfarrer (Foto: pa/picturedesk.com/Pritz)

Dynamik kommt auf in der Auseinandersetzung über den »Aufruf zum Ungehorsam«, den die über 400 Priester der österreichischen Pfarrer-Initiative kurz nach Pfingsten 2011 veröffentlichten. Denn am 15. April, dem Weißen Sonntag, hat die österreichische Kirchenreformerbewegung Wir sind Kirche die Dialoginitiative 2012 gestartet - eine Unterschriftensammlung nach dem Vorbild des weltweit ersten »Kirchenvolksbegehrens«. Dieses hatten im Juni 1995 innerhalb von drei Wochen rund 505000 Österreicher unterzeichnet - ein eindrucksvoller Protest gegen die innerkatholischen Reformverweigerung durch Bischöfe und Vatikan.

Die Aktion greift die Forderungen der Pfarrerinitiative auf

Die neue Unterschriftenaktion »Dialoginitiative 2012« soll den »Aufruf zum Ungehorsam« der Priester-Initiative unterstützen. Die Geistlichen der Pfarrer-Initiative wollen, wie viele Katholiken in der westlichen Welt, Frauen als Priesterinnen, sie wollen den Pflichtzölibat aufheben und Laien mit Führungsämtern betrauen. Vor allem stoppen sie ab sofort in ihren Gemeinden den Ausschluss von geschiedenen Wiederverheirateten und evangelischen Messbesuchern von der Kommunion.

Papst Benedikt XVI. hatte deshalb in seiner Gründonnerstagspredigt die österreichische Pfarrer-Initiative ausdrücklich kritisiert. Dabei war der Pontifex jedoch auffäll

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